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Japanische Toyota-Fahrer von Rückrufaktion nicht betroffen

veröffentlicht am 30.01.2010


In Japan ist die Welt für Toyota noch in Ordnung: Die Händler und Werkstätten werden nicht wie anderswo von Anrufen besorgter Kunden überrollt, die ein Modell mit einem potenziell klemmenden Gaspedal besitzen. 4,2 Millionen Autos hat der japanische Konzern deswegen weltweit zurückgerufen, der General Motors als größten Hersteller der Welt abgelöst hat. Betroffen sind im Ausland hergestellte Fahrzeuge mit Gaspedalen des US-Zulieferers CTS.

 

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Tokio - In Japan ist die Welt für Toyota noch in Ordnung: Die Händler und Werkstätten werden nicht wie anderswo von Anrufen besorgter Kunden überrollt, die ein Modell mit einem potenziell klemmenden Gaspedal besitzen. 4,2 Millionen Autos hat der japanische Konzern deswegen weltweit zurückgerufen, der General Motors als größten Hersteller der Welt abgelöst hat. Betroffen sind im Ausland hergestellte Fahrzeuge mit Gaspedalen des US-Zulieferers CTS.


Es ist die zweite Rückrufaktion bei Toyota innerhalb weniger Wochen. Zunächst rief der Autobauer Modelle mit schadhaften Bodenmatten zurück. Zusammen mit den Gaspedalen sind sieben Millionen Autos betroffen - laut Medienberichten entspricht das der Zahl der in einem Jahr weltweit verkauften Toyota-Autos. Das hört man bei dem Autobauer nicht gern: «Wir begrüßen diese Art des Denkens überhaupt nicht», sagt Toyota-Sprecher Hidekai Homma. Das ergebe ein überzeichnetes Bild. «Egal wie, wir glauben, wir haben schnell auf ein Problem reagiert.»


Japanische Toyota-Fahrer sind nach wie vor überzeugt von der hohen Qualität der Fahrzeuge - ein Anspruch, den der Konzern bei seinem weltweiten Expansionskurs nie aufgegeben hat. «Ich denke, Toyota-Autos sind sehr zuverlässig», sagt der Fotograf Takashi Ito, dessen Familie mehrere Toyotas besitzt. «Die in China und den USA zurückgerufenen Autos sind nicht in Japan gebaut worden. Sie wurden dort gebaut. Solche Probleme gibt es in Japan definitiv nicht.»


Japanische Experten sind zuversichtlich, dass die klemmenden Gaspedale nicht Toyotas Ruf exzellenter Qualität beschädigen. Die Probleme seien dem schnellen Wachstum des Konzerns geschuldet, dem es nicht überall gelungen sei, seinen «Toyota Way» lückenloser Qualitätskontrollen in allen ausländischen Werken umzusetzen. «Toyota scheint mit Sorgfalt zu reagieren», sagt Wirtschaftsprofessor Hideaki Miyajima von der Tokioter Waseda-Universität. «Es ist zu dem geworden, was es ist, indem es an seinen Sicherheitsstandards festgehalten hat. Wenn es dieses Problem löst, kann diese Erfahrung ein Pluspunkt für seine Zukunft sein.»


Der Toyota-Vorstandsvorsitzende Akio Toyoda entschuldigte sich am Rande das Weltwirtschaftsforums in Davos für die Unannehmlichkeiten, die Toyota-Kunden durch die Rückrufaktion entstünden. «Die Leute können sich in der gegenwärtigen Situation beim Fahren sicher fühlen», versicherte er. «Bitte glauben Sie uns, dass wir so reagieren, dass es noch sicherer sein wird.»


Für die US-Werke soll das erst einmal einen Produktionsstopp bedeuten, bis der Vorfall aufgeklärt ist. Einen Verkaufsstopp für die betroffenen acht Modelle hat der Konzern in den USA bereits am Dienstag verkündet.  (© AP)


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