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24. Januar 2010

Alle 17 AKW bleiben erstmal am Netz



Frankfurt/Main - Trotz konkreter Ausstiegspläne sollen alle 17 deutschen Atomkraftwerke zunächst weiterlaufen. Darauf habe sich die Bundesregierung bei einem Treffen mit den Energieversorgern im Kanzleramt festgelegt, berichtet «Der Spiegel». Betroffen ist somit auch der Uraltmeiler Biblis A, der nach dem rot-grünen Atomkonsens im Sommer vom Netz hätte gehen sollen. Laut der hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger könnte das Kraftwerk sogar noch mindestens zehn Jahre lang Strom liefern.

Die Regelung soll laut «Spiegel» gelten, bis sich die schwarz-gelbe Regierung sich auf ein neues Energiekonzept verständigt habe. Dieses dürfte bis Oktober vorliegen. Über das Vorhaben der Regierung, die Atomlaufzeiten generell zu verlängern, werde erst nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen im Mai entschieden. Um die Kraftwerke weiterlaufen zu lassen, sollen nicht verbrauchte Stromkontingente von anderen Anlagen auf die Reaktoren Neckarwestheim und Biblis übertragen werden dürfen.

Die Bundesregierung erklärte, in der Sitzung der Monitoring-Gruppe am Donnerstag sei über die im Koalitionsvertrag vorgesehene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken nicht verhandelt und nicht entschieden worden. Bereits nach geltendem Recht könnten Reststrommengen unter bestimmten Bedingungen übertragen werden, ohne dass es der Genehmigung der Bundesregierung bedürfe. Eine derartige Verständigung liege in der Entscheidung der Betreiber.

Bei Biblis A in Hessen kann sich Umweltministerin Lautenschläger sogar vorstellen, dass das Kraftwerk noch mindestens zehn Jahre lang Strom liefert. «Das ist vorstellbar», sagte die CDU-Politikerin der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (Rhein-Main-Ausgabe). Voraussetzung sei allerdings, dass der älteste noch genutzte Atomreaktor Deutschlands künftigen verschärften Sicherheitsstandards genüge.  weiterlesen >>


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