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RWE strebt angeblich Führungsposition im Stromnetz an

veröffentlicht am 18.01.2010


Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE strebt nach einem Bericht der «Financial Times Deutschland» (»FTD») die Führungsposition im deutschen Hochspannungs-Stromnetz an. Der Geschäftsführer der RWE-Netztochter Amprion, Hans-Jürgen Brick, plädierte im Gespräch mit dem Wirtschaftsblatt dafür, die bislang unabhängig gesteuerten Netze von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW zusammenzulegen. Dies könne «unabhängig von den Eigentumsverhältnissen erfolgen», zitierte die Zeitung den Manager.

 

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Hamburg - Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE strebt nach einem Bericht der «Financial Times Deutschland» (»FTD») die Führungsposition im deutschen Hochspannungs-Stromnetz an. Der Geschäftsführer der RWE-Netztochter Amprion, Hans-Jürgen Brick, plädierte im Gespräch mit dem Wirtschaftsblatt dafür, die bislang unabhängig gesteuerten Netze von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW zusammenzulegen. Dies könne «unabhängig von den Eigentumsverhältnissen erfolgen», zitierte die Zeitung den Manager.


Die Steuerung des gesamten Netzes könne dann von RWE abgewickelt werden, sagte Brick dem Bericht zufolge. Dies könne für die Netzbetreiber Kosteneinsparungen von mehreren Hundert Millionen Euro pro Jahr erbringen.


Einsparungspotenzial sehen Experten vor allem bei der sogenannten Regelenergie. Sie wird benötigt um im Netz Schwankungen beim Stromaufkommen oder dem Strombedarf auszugleichen. Vor allem das schwankende Aufkommen an Windenergie stellt hier die Stromkonzerne zunehmend vor Probleme.


In einer landesweiten Regelzone lasse sich dies besser mit dem Verbrauch austarieren, sagte Brick dem Bericht zufolge. Die RWE-Tochter sei für eine technische Zusammenführung prädestiniert. «Wir stehen vor einer Neubelebung der Idee unseres Stromtransport-Netzes. Früher haben wir den Verbund zwischen rheinischen Braunkohle-Kraftwerken und Pumpspeicher-Kraftwerken in den Alpen hergestellt. In der Zukunft wird es der Verbund zwischen der Windkraft und großen Stromspeichern sein», zitierte ihn die Zeitung.


Technisch sei die Umstellung auf eine einheitliche Steuerung kein Problem. «Aus unserer Sicht könnte die Bundesnetzagentur sie morgen anordnen», sagte der Manager dem Bericht zufolge.


Bisher stellen die vier getrennten Hochspannungsnetze das Gleichgewicht zwischen Stromaufkommen und -nachfrage mit großem Aufwand einzeln her. Während E.ON und Vattenfall vor dem Verkauf ihrer Höchstspannungsnetze stehen, will das RWE an seinem Netz festhalten.  (© AP)


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