Wein aus Argentinien mit Antibiotikum versetzt
veröffentlicht am 17.01.2010

In Wein aus Argentinien ist das verbotene Antibiotikum Natamycin festgestellt worden. Dies teilte der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk am Mittwoch in Stuttgart mit. Das Mittel gegen unerwünschte Hefe- und Schimmelpilzbildung sei in in sieben von 42 argentinischen Weinen nachgewiesen worden.
Stuttgart - In Wein aus Argentinien ist das verbotene Antibiotikum Natamycin festgestellt worden. Dies teilte der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk am Mittwoch in Stuttgart mit. Das Mittel gegen unerwünschte Hefe- und Schimmelpilzbildung sei in in sieben von 42 argentinischen Weinen nachgewiesen worden. Eine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher bestehe aber nicht, erklärte der CDU-Politiker. Die betroffenen Weine wurden aus dem Verkehr gezogen.
Im Herbst 2009 sei in der Fachpresse über Befunde von Natamycin in einzelnen Weinen berichtet worden. Insgesamt seien bisher 237 Weine aus Südafrika, Argentinien, Chile, USA, Australien und Europa einschließlich Deutschland untersucht worden. In Wein aus Europa sei kein Natamycin gefunden worden.
Natamycin ist nach Angaben des Ministeriums ein Antibiotikum, das in der Lebensmittelwirtschaft gegen unerwünschte Hefe- und Schimmelpilzbildung eingesetzt werden kann. Es sei als Zusatzstoff bei der Herstellung von Käse zur Behandlung der Rinde und bei getrockneten und gepökelten Würsten zur Oberflächenbehandlung zugelassen.
Das in Argentinien eingesetzte Natamycin sollte vermutlich unerwünschte Hefepilze im Wein beseitigen, die für negative Geschmacks- und Geruchsnoten verantwortlich gemacht werden. Natamycin sei allerdings auch in Argentinien bei der Weinherstellung nicht zugelassen. (© AP)




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