Täglich dreieinhalb Stunden vor der Glotze
veröffentlicht am 11.01.2010

Dreieinhalb Stunden verbringen die Bundesbürger im Schnitt täglich vor dem Fernseher. Im vergangenen Jahr stieg der durchschnittliche TV-Konsum um fünf Minuten auf 212 Minuten pro Tag, wie media control am Dienstag in Baden-Baden mitteilte. Damit nahm der Fernsehkonsum erstmals seit drei Jahren wieder zu und erreichte das Niveau von 2006.
Baden-Baden - Dreieinhalb Stunden verbringen die Bundesbürger im Schnitt täglich vor dem Fernseher. Im vergangenen Jahr stieg der durchschnittliche TV-Konsum um fünf Minuten auf 212 Minuten pro Tag, wie media control am Dienstag in Baden-Baden mitteilte. Damit nahm der Fernsehkonsum erstmals seit drei Jahren wieder zu und erreichte das Niveau von 2006. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kletterte der Fernsehkonsum den Angaben zufolge um vier Minuten auf 182 Minuten und damit gut drei Stunden pro Tag.
Den höchsten Anstieg um 18 auf 182 tägliche Fernsehminuten gab es im Vergleich der Bundesländer demnach in Sachsen. Die ausdauerndsten Fernsehzuschauer waren aber wie im Vorjahr die Brandenburger, die 262 und damit neun Minuten länger täglich vor der «Glotze» verbrachten. Brandenburg ist auch das Bundesland mit den höchsten Steigerungsraten seit 2000, wie media control berichtete: Der tägliche Fernsehkonsum stieg in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 52 Minuten.
Nur in Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland sank die vor dem Fernsehgerät verbrachte Zeit um fünf beziehungsweise drei Minuten. Den im Vergleich der Altersgruppen höchsten Zuschauerrückgang bundesweit verzeichnet Hessen. Dort verbrachten die 14- bis 29-Jährigen mit 107 Minuten im Schnitt eine halbe Stunde weniger vor den Bildschirmen als 2008.
Die 14- bis 29-jährigen Bremer dagegen steigerten ihren TV-Konsum mit 54 Minuten bundesweit am meisten und erreichten insgesamt 166 Minuten täglich. Spitzenreiter bei der Tagessehdauer waren die über 50-jährigen Berliner mit täglich 333 Minuten, also rund fünfeinhalb Stunden. Das bundesweite Schlusslicht bildeten dagegen mit 75 Minuten die Berliner 3- bis 18-Jährigen. (© AP)





