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11. Januar 2010

Helfer kämpfen mit unterspülten Deichen



Lübeck - In Schleswig-Holstein haben Helfer am Sonntagnachmittag weiter mit Problemen an zwei Deichen gekämpft. Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Lübeck der Nachrichtenagentur DAPD sagte, wurden sowohl auf der Ostseeinsel Fehmarn als auch in Dahmeshöved an der Küste Deiche unterspült. Es bestehe zwar derzeit keine akute Dammbruchgefahr, doch konnte auch noch keine Entwarnung gegeben werden.

In Dahmeshöved an der Küste zwischen Lübeck und Fehmarn waren nach der Deichbruchgefahr vom Morgen Ausbesserungsarbeiten veranlasst worden. Dann kam jedoch die Unterspülung hinzu, gegen die Helfer mit Sachsäcken und Steinen vorgingen. Die Sprecherin des Kreises Ostholstein, Anja Sierks-Pfaff, sagte: «Sandsäcke haben hier nicht mehr ausgereicht. Wir mussten große Findlinge und Steine herbeischaffen, um die Anlage zu sichern.» Einsatzkräfte der Feuerwehr und freiwillige Helfer mühten sich seit den frühen Morgenstunden, gegen das Problem anzugehen.

Auf der Ostseeinsel Fehmarn war der Deich am Fehmarnsund an zwei Stellen unterspült, einmal auf 15 und einmal auf 25 Meter Länge. Dort erwies sich das Problem vor allem deshalb als schwierig, weil man an die betroffenen Stellen auf der Meeresseite kaum herankommen konnte. Zudem konnten auf der Insel die Helfer auch mit Räum- und sonstigen Hilfsgeräten kaum vorwärtskommen.

Befahrbar war auf Fehmarn nach wie vor nur die E47 von der sogenannten Vogelfluglinie her, ganze Ortsteile waren wegen der völlig zugeschneiten anderen Straßen nicht erreichbar und somit von der Außenwelt abgeschnitten. Auf der Insel war zeitweise auch der Strom ausgefallen, der inzwischen aber nach Polizeiangaben wieder funktioniert.


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