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Ökostromnetz unter der Nordsee geplant

veröffentlicht am 05.01.2010


Deutschland und mehrere andere europäische Staaten planen zusammen ein milliardenschweres Ökostromnetz unter der Nordsee, um den Ausbau von erneuerbaren Energien wie Windkraft voranzubringen. Dies meldete die «Süddeutsche Zeitung» am Dienstag aus Regierungskreisen. Noch befinde sich das Projekt aber im Frühstadium.

 

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Berlin - Deutschland und mehrere andere europäische Staaten planen zusammen ein milliardenschweres Ökostromnetz unter der Nordsee, um den Ausbau von erneuerbaren Energien wie Windkraft voranzubringen. Dies meldete die «Süddeutsche Zeitung» am Dienstag aus Regierungskreisen. Noch befinde sich das Projekt aber im Frühstadium. Erst in zehn Jahren könnte es fertig sein. Nötig wären demnach Investitionen von bis zu 30 Milliarden Euro.


Zu den Gründern der Initiative zählen den Angaben zufolge Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Irland, Luxemburg und Norwegen. Im Dezember hätten Vertreter dieser Länder in Irland eine Zusammenarbeit beschlossen. Das erste Treffen der nationalen Koordinatoren ist nach Informationen der Zeitung für den 9. Februar vorgesehen.


Der Transport und die Verteilung von Strom aus den geplanten neuen Windparks auf hoher See gilt seit Jahren als großes Problem. In Deutschland stockt der Bau der notwendigen Hochspannungs-Leitungen. Nun sollen laut «SZ» Tausende Kilometer Kabel Windstrom von den Küsten in weite Teile des Kontinents verteilen.


Die Zeitung zitierte das Bundeswirtschaftsministerium mit der Aussage, noch im Januar solle auf Arbeitsebene beraten werden und bereits im ersten Quartal stehe ein «höherrangiges Treffen» an. Bis zum Herbst wollten die beteiligten Regierungen eine Absichtserklärung unterzeichnen.


Gerade auf Offshore-Windparks ruhen große Hoffnungen für die künftige klimafreundliche Energieversorgung. Pläne gibt es bereits seit etwa einem Jahrzehnt. Der Ausbau geht jedoch wegen technischer Probleme und wegen fehlender Netzkapazitäten viel langsamer als gedacht. Erst vor kurzem gingen die ersten deutschen Windräder in Betrieb.


Laut «SZ» sollen aber nicht nur die Nordsee-Windparks verkabelt werden. Geplant sei eine Verbindung mit Wasserkraftwerken in Norwegen, Gezeitenmeilern an der belgischen und dänischen Küste sowie Wind- und Solaranlagen auf dem europäischen Festland. Das könnte das Problem mildern, dass die Ökostromproduktion vom Wetter abhängig ist: Schwankungen könnten ausgeglichen werden.  (© AP)



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