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Der Turm der Superlative

veröffentlicht am 05.01.2010


Mit der Eröffnung des höchsten Wolkenkratzers der Welt will das hochverschuldete Emirat Dubai ein Aufbruchssignal senden. Kurz vor der feierlichen Einweihung des über 800 Meter hohen Büroturms Burj Dubai erklärte Projektentwickler Mohammed Alabbar: «Krisen kommen und gehen, und Städte entwickeln sich weiter.» Ungeachtet der Schuldenkrise in Dubai sollte das 1,5 Milliarden Dollar (970 Millionen Euro) teure Wahrzeichen am Montagabend mit einem prachtvollen Feuerwerk vom Regenten Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum eröffnet werden.

 

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Dubai - Mit der Eröffnung des höchsten Wolkenkratzers der Welt will das hochverschuldete Emirat Dubai ein Aufbruchssignal senden. Kurz vor der feierlichen Einweihung des über 800 Meter hohen Büroturms Burj Dubai erklärte Projektentwickler Mohammed Alabbar: «Krisen kommen und gehen, und Städte entwickeln sich weiter.» Ungeachtet der Schuldenkrise in Dubai sollte das 1,5 Milliarden Dollar (970 Millionen Euro) teure Wahrzeichen am Montagabend mit einem prachtvollen Feuerwerk vom Regenten Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum eröffnet werden.


Die genaue Höhe des «Turms von Dubai», wie die Übersetzung aus dem Arabischen lautet, wurde bis zur Feier geheimgehalten. Medienberichten zufolge sollen er 818 Meter sein.


Fest stand schon vorher, dass das neue Hochhaus alle bisherigen Superlative unter den Wolkenkratzern ausstechen würde. Der nächste Rivale unter den Bürotürmen, Taipeh 101, wurde längst übertrumpft - dieses Hochhaus in der Hauptstadt von Taiwan bringt es ohne Antenne «nur» auf 508 Meter. Der Burj Dubai übertrifft auch das bislang höchste Bauwerk der Welt überhaupt - den Sendemast im US-Staat North Dakota mit einer Höhe von 629 Meter. Noch höher war früher nur der Warschauer Sendemast mit 646 Metern, doch der stürzte schon 1991 ein.


Der Burj Dubai mit einer glitzernden Fassade aus Metall und Glas weist noch weitere Rekorde auf: Der Büroturm hat die meisten Stockwerke, nämlich mehr als 160, und die höchste bewohnte Etage eines Gebäudes weltweit. Auch die Aussichtsplattform im 124. Geschoss setzt neue Maßstäbe.


Die ersten Entwürfe für den Rekordturm sahen lediglich eine Höhe von rund 518 Metern vor, wie ein Vertreter des US-Architekturbüros Skidmore, Owings & Merrill mitteilte. «Wir waren uns nicht sicher, wie hoch wir gehen konnten», sagte der Ingenieur Bill Baker. «Es war wie eine Entdeckungsreise.» Der leitende Architekt, Adrian Smith, hatte zuvor bereits den 420 Meter hohen Jin-Mao-Tower in Schanghai entworfen.


Die Arbeiten an dem Wolkenkratzer begannen 2004. Rund 90 Prozent der darin untergebrachten Büros und Wohnungen sind nach Angaben der Immobilienfirma Emaar Properties bereits verkauft. In dem Hochhaus ist auch ein von Giorgio Armani gestaltetes Hotel untergebracht. Letztlich sollen dort bis zu 12.000 Menschen wohnen und arbeiten.


Die Luxus-Apartments im Burj Dubai wurden zu Boom-Zeiten zu einem Quadratmeterpreis bis zu 20.000 Dollar vorab verkauft. Seit der Krise hat sich dieser Betrag allerdings mehr als halbiert, wie aus Maklerkreisen zu vernehmen war.


Der Stadtstaat Dubai hat sich im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise hoch verschuldet. Das benachbarte Emirat Abu Dhabi kam Dubai Ende vergangenen Jahres mit Krediten in Höhe von insgesamt 25 Milliarden Dollar zu Hilfe. Die Staatsverschuldung Dubais wird auf 80 Milliarden Dollar geschätzt, das entspricht etwa dem Bruttoinlandsprodukt.


Die Sicherheitsvorkehrungen für die Einweihungsfeier waren gewaltig: Nach Polizeiangaben sollten mehr als 1.000 Sicherheitsbeamte im Einsatz sein.  (© AP)


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