Alte Bundesländer besonders von der Krise getroffen
veröffentlicht am 28.12.2009

Die alten Bundesländer sind einer Untersuchung zufolge besonders von der Wirtschaftskrise betroffen. Wie die «Welt» am Montag unter Berufung auf Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtete, leidet vor allem der Süden: Von den zehn Kreisen, die am stärksten betroffen seien, liegen vier in Baden-Württemberg, drei in Bayern, zwei in Nordrhein-Westfalen und einer in Sachsen. Am unteren Ende der Skala befänden sich fast ausschließlich Regionen in Nord- und Ostdeutschland.
Berlin - Die alten Bundesländer sind einer Untersuchung zufolge besonders von der Wirtschaftskrise betroffen. Wie die «Welt» am Montag unter Berufung auf Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtete, leidet vor allem der Süden: Von den zehn Kreisen, die am stärksten betroffen seien, liegen vier in Baden-Württemberg, drei in Bayern, zwei in Nordrhein-Westfalen und einer in Sachsen. Am unteren Ende der Skala befänden sich fast ausschließlich Regionen in Nord- und Ostdeutschland.
Der IW-Krisenindex berücksichtigt laut dem Bericht die Entwicklung des Arbeitsmarktes, Beschäftigungsprognosen sowie Veränderungen bei Umsatz und Export. Demnach leiden Regionen mit vielen Großunternehmen stärker unter der Krise als die übrigen. In den am stärksten betroffenen Regionen liege zudem die Exportquote mit 42,3 Prozent wesentlich höher als in den zehn am unteren Ende der Skala, in denen sie nur 29,1 Prozent betrage. Den letzten Platz nimmt dem Blatt zufolge der Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg ein; dort habe sich die Krise kaum ausgewirkt.
Besonders wichtig sei auch die Branchenstruktur: 46,7 Prozent der Beschäftigten in den Regionen, die den Krisenindex anführen, arbeiten in der Industrie. Davon wiederum seien 27,8 Prozent in der Metall- und Elektrobranche beschäftigt. Weniger stark betroffen seien die Kreise und Städte, die einen Schwerpunkt im Dienstleistungsbereich, der Versorgungswirtschaft, der Gesundheitsbranche, dem Ernährungsgewerbe oder Pharmaindustrie hätten. (© AP)




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