Russland verteidigt sowjetischen Einmarsch in Afghanistan
veröffentlicht am 25.12.2009

Drei Jahrzehnte nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan hat die russische Staatsduma am Freitag den damaligen Militäreinsatz gerechtfertigt. Trotz unterschiedlicher Beurteilung des Krieges «darf das russische Volk nicht den Respekt vor den Soldaten verlieren, die ehrenhaft ihre Pflicht im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und religiösen Extremismus erfüllt haben», hieß es in einer von den Abgeordneten verabschiedeten Erklärung.
Moskau - Drei Jahrzehnte nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan hat die russische Staatsduma am Freitag den damaligen Militäreinsatz gerechtfertigt. Trotz unterschiedlicher Beurteilung des Krieges «darf das russische Volk nicht den Respekt vor den Soldaten verlieren, die ehrenhaft ihre Pflicht im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und religiösen Extremismus erfüllt haben», hieß es in einer von den Abgeordneten verabschiedeten Erklärung.
Der Abgeordnete Semjon Bagdasarow, der die Entschließung in der Staatsduma eingebracht hat, lehnte aber zugleich Forderungen des Westens nach einer stärkeren Unterstützung des jetzigen US-geführten Militäreinsatzes in Afghanistan ab. Er sprach sich für Kontakte Russlands mit den Taliban aus. «Wir müssen Kontakte zu den antiwestlichen Kräften für den Fall ausbauen, dass diese wieder an die Macht kommen, sagte Bagdasarow.
Der Einmarsch der sowjetischen Truppen in Afghanistan begann am 25. Dezember 1979 unter dem damaligen Kreml-Chef Leonid Breschnew. Der letzte Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, zog die Truppen im Februar 1989 ab. Die Sowjetunion verlor rund 15.000 Mann in dem Krieg gegen die islamischen Mudschahedin, die gegen das kommunistische Regime von Präsident Mohammed Nadschibullah anrannten. Nachdem Moskau nach dem Zerfall der Sowjetunion Nadschibullah die Unterstützung entzog, wurde das Regime im April 1992 gestürzt. (© AP)




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