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23. Dezember 2009

Neue Ergebnisse in der Glücksforschung



«Die glücklichsten Menschen sind bislang die Bewohner der Südseeinsel Vanuatu, wo Geld keine große Rolle spielt», sagt Berger. Nur in sehr armen Ländern sei der Einkommenszuwachs ein entscheidender Überlebens- und Glücksfaktor. Schließlich benötigten Menschen zumindest so viel Geld, dass sie ihre Grundbedürfnisse befriedigen können. Ab einem Pro-Kopf-Einkommen von mehr als 20.000 Dollar im Jahr (rund 13.900 Euro) habe die Einkommenshöhe aber keinen Einfluss mehr auf das Glücksempfinden.

«Je gleichmäßiger die Einkommen verteilt und je geringer die sozialen Unterschiede sind, desto glücklicher sind die Menschen», sagt Berger. Beispielsweise sei dies in skandinavischen Ländern wie Dänemark der Fall. Dort zahlten die Menschen zwar sehr hohe Steuern, sie würden vom Staat jedoch bei Lebenskrisen wie Krankheit und Arbeitslosigkeit gut aufgefangen. «In Deutschland bezeichnet sich etwa ein Viertel der Menschen als sehr glücklich». Jeder fünfte Deutsche ist laut Berger dagegen nicht «sehr glücklich».

Gerade die Politik habe einiges dazu beigetragen, dass die Menschen unglücklich sind. «Die Hartz-IV-Reform ist hier ein typisches Beispiel, wie man es falsch machen kann», sagt der Psychiater. Denn mit der Reform sei die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinandergegangen, gleichzeitig fühlten sich immer mehr Menschen von den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verunsichert.

«Glückshemmend wirkt sich auch die von der Wirtschaft geforderte Mobilität aus», sagt Berger. Das führe dazu, dass Menschen wegen ihrer Arbeit oft umziehen müssen. Die sozialen Beziehungen und die Familie blieben da schnell auf der Strecke.  weiterlesen >>


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