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23. Dezember 2009

Seeschlacht zwischen Walfängern und Tierschützern



Canberra - Wasserkanonen, Blendlaser und stinkende Buttersäure: Japanische Walfänger und Tierschützer haben sich im Südlichen Polarmeer ein zweitägiges Gefecht geliefert. Trotz der Eskalation der Kämpfe und eines tiefen Griffs ins Arsenal nicht-tödlicher, aber schmerzhafter Waffen gab es keine Verletzten an Bord der drei beteiligten Schiffe, wie beide Seiten am Mittwoch berichteten.

Zum Höhepunkt der Kämpfe am Mittwoch näherte sich nach Angaben halbstaatlicher japanischer Stellen die unter neuseeländischer Flagge fahrende «Ady Gil», die der militanten Tierschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society gehört, bis auf 20 Meter dem Harpunenschiff «Sonan Maru». Die Aktivisten hätten in dem dreieinhalbstündigen Gefecht versucht, die Walfänger mit Lasern zu blenden, und «ballartige Geschütze» auf das Schiff abgefeuert. Die Walfänger ihrerseits setzten den Tierschützern mit Wasser- und Schallkanonen (LRAD) zu, wie Sea Shepherd berichtete.

Bereits tags zuvor gab es eine Schlacht zwischen der «Sonan Maru» und dem niederländischen Schiff «Steve Irwin», das ebenfalls der Tierschutzorganisation gehört. Die Japaner warfen den Walschützern vor, während des zweistündigen Gefechts Flaschen mit eklig-stinkender Buttersäure auf das Harpunenschiff geschleudert zu haben. Außerdem sollen sie versucht haben, Taue in die Schiffsschraube zu verwickeln.

Trotz eines seit 1986 bestehenden internationalen Verbots des kommerziellen Walfangs hat Japan Fangquoten durchgesetzt, wobei die Tötung der Meeressäuger mit wissenschaftlichen Zielen begründet wird. Das übrige Walfleisch kommt jedoch in Supermärkte und auf die Tische von Restaurants in Japan. Kritiker sagen deshalb, dies sei der wahre Grund für die Jagd auf Wale.


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