Russisch-orthodoxe Kirche gegen Diskriminierung Homosexueller
veröffentlicht am 23.12.2009

Die russisch-orthodoxe Kirche betrachtet Homosexualität weiterhin als Sünde, spricht sich aber gegen die Diskriminierung schwuler Männer und lesbischer Frauen aus. Sie sollten wegen ihrer «persönlichen Entscheidung» auch nicht strafrechtlich verfolgt werden, erklärte Patriarch Kirill. Eine Ehe gleichgeschlechtlicher Paare schloss er aber aus.
Moskau - Die russisch-orthodoxe Kirche betrachtet Homosexualität weiterhin als Sünde, spricht sich aber gegen die Diskriminierung schwuler Männer und lesbischer Frauen aus. Sie sollten wegen ihrer «persönlichen Entscheidung» auch nicht strafrechtlich verfolgt werden, erklärte Patriarch Kirill. Eine Ehe gleichgeschlechtlicher Paare schloss er aber aus.
Kirill äußerte sich bei einem Treffen mit dem Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland. In Russland sind Vorurteile gegen Homosexuelle weit verbreitet. Der Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow hat Homosexualität als «satanisch» bezeichnet und Homosexuelle für die Verbreitung von Aids verantwortlich gemacht. Die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller wurde in Russland erst 1993 beendet. (© AP)
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