Prozess gegen junge Französin im Iran geht weiter
veröffentlicht am 23.12.2009

Der Prozess gegen die im Iran festgehaltene Französin Clotilde Reiss wird am Mittwoch fortgesetzt. Es ist der dritte Gerichtstermin der inzwischen 24-Jährigen, die im Juli während der Unruhen nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen wurde.
Teheran - Der Prozess gegen die im Iran festgehaltene Französin Clotilde Reiss wird am Mittwoch fortgesetzt. Es ist der dritte Gerichtstermin der inzwischen 24-Jährigen, die im Juli während der Unruhen nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen wurde.
Sie wurde unter dem Vorwurf der Spionage eineinhalb Monate lang im berüchtigten Evin-Gefängnis inhaftiert und danach unter der Bedingung freigelassen, dass sie bis zum Abschluss des Verfahrens in der französischen Botschaft in Teheran bleibt.
Reiss, die vor ihrer Verhaftung fünf Monate lang Französisch an der Universität von Isfahan lehrte, ist eine von mehr als hundert Personen, die sich seit Mitte August wegen der Unruhen vor Gericht verantworten müssen. Der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge hat die iranische Staatsanwaltschaft an Frankreich appelliert, die Gesetze des Irans künftig zu respektieren.
Präsident Ahmadinedschad wiederum soll einen Gefangenenaustausch angeregt haben, was von Frankreich jedoch entschieden zurückgewiesen wurde. Der französische Außenminister Bernard Kouchner bezeichnete Reiss als «unschuldige Geisel». (© AP)




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