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23. Dezember 2009
Formel 1: Henkel und Brawn legen Streit bei
Düsseldorf - Der Waschmittelhersteller Henkel und der neue Daimler-Formel 1-Rennstall Brawn haben ihren Streit um einen Sponsoringvertrag in Höhe von 90 Millionen Euro beigelegt. «Es wird auf mögliche gegenseitige Ansprüche verzichtet», teilte das Düsseldorfer Familienunternehmen am Dienstag mit. Jegliche gerichtliche Aktivitäten würden beendet.
Ausgelöst worden war der Streit, weil ein Henkel-Mitarbeiter ohne Genehmigung des Vorstandes im Namen des Konzerns eine Garantieerklärung für einen 90-Millionen-Euro-Sponsoring-Vertrag an Brawn gegeben haben soll. Brawn hatte ursprünglich auf Einhaltung dieses Vertrages gepocht.
Henkel hatte dagegen jede Zahlung abgelehnt und Brawn vorgeworfen, beim Abschluss des Vertrages nicht einmal einfachsten Sorgfaltspflichten nachgekommen zu sein. Nun seien die Differenzen einvernehmlich ausgeräumt worden, betonte Henkel. Brawn hatte bereits am Montag mitgeteilt, dass der Rennstall mit dem malaysischen Öl- und Gaskonzern Petronas einen neuen Hauptsponsor gefunden hatte.
Der Streit um das Formel 1-Engagement war die jüngste Eskalation in einem Betrugsfall bei Henkel, der die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft seit Wochen beschäftigt. Ein für Sponsoring-Aktivitäten zuständiger Henkel-Mitarbeiter und seine Komplizen sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit Hilfe falscher Rechnungen einen Schaden von rund 45 Millionen Euro verursacht haben, indem sie Scheinrechnungen auf gestohlenem Henkel-Briefpapier ausstellten und an Factoring-Firmen verkauften.

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