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23. Dezember 2009
Deutsche halten an handgeschriebenen Weihnachtskarten fest
Frankfurt/Main - Trotz Computer und Internet verschicken die Bundesbürger nach wie vor gerne handgeschriebene Weihnachtskarten. «Das ist eine Gewohnheit, die die Deutschen lieben», sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes geprüfter Graphologen, Helmut Ploog, der Nachrichtenagentur DAPD. Der Brauch zeige eine gewisse Stabilität.
Auch Geschäftsleuten empfiehlt der Graphologe, handschriftliche Weihnachtskarten an Kunden oder Geschäftspartner zu verschicken. «Das wird beim Empfänger einen ganz großen Eindruck machen.» Auch in der Werbung sei der Aufmerksamkeitseffekt größer, wenn Handschrift in Anzeigen verwendet werde.
Ploog sagte, dass neben Weihnachtskarten auch Kondolenzschreiben oder Liebesbriefe nach wie vor oft mit der Hand geschrieben würden. «Es ist ein Ausdruck der Individualität.» In China etwa werde mehr Wert darauf gelegt, Schriftzeichen elegant zu Papier zu bringen. Man spreche dort von «Tuschespuren des Herzens».
Der Graphologe empfiehlt Büroangestellten, die oft mit dem Computer arbeiten, regelmäßig auch ihre Handschrift zu üben, etwa mit dem Abschreiben von Gedichten. Auch ein Papierkalender statt elektronischem Planer könne helfen. Welcher Stift benutzt wird, ist laut Ploog egal. «Man sollte den nehmen, der gefällt.» Füllfederhalter seien aber für Schriftanalysen besser, weil die Druckverteilung besser zur Geltung komme.

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