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23. Dezember 2009

Randalierende Fußballfans sollen zahlen



Köln - Der langjährige Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestags, Peter Danckert, will gewalttätige Fans für die Polizeieinsatzkosten bei Fußballspielen haftbar machen. Es gehe um eine Gruppe von Tätern, die man «einsammeln und mit Kostenbescheiden behelligen muss», sagte Danckert dem «Kölner Stadt-Anzeiger» zufolge. Damit wandte sich der SPD-Politiker gegen einen Vorschlag der Innensenatoren von Hamburg und Bremen, Christoph Ahlhaus (CDU) und Ulrich Mäurer (SPD), wonach die Fußballverbände DFB und DFL an den Polizeikosten zur Hälfte beteiligt werden sollten.

Danckert, der im neuen Bundestag vom Sport- in den Haushaltsausschuss gewechselt ist, verwies auf die in anderen Noteinsatzfällen übliche Praxis: «Wenn die Feuerwehr ausrückt, wird am Ende des Tages auch eine Rechnung präsentiert, wenn der Verursacher des Einsatzes klar ist.»

Er sieht durchaus ein berechtigtes Interesse der Allgemeinheit an der Kostenübernahme für Polizeieinsätze. Allerdings sei nicht der Sport verantwortlich: «Das Fußballspiel ist per se friedlich. Fußball mag so genannten Fans als Anlass dienen, um Gewalttaten zu begehen, er ist aber nicht die Ursache der Gewalt.»


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