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Wettskandal: DFB sperrt Zweitliga-Schiedsrichter

veröffentlicht am 22.12.2009


Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat wegen des Wettskandals einen Zweitliga-Schiedsrichter gesperrt. Der 27-Jährige Unparteiische werde vorerst nicht mehr als Schiedsrichter oder Assistent eingesetzt, da die Staatsanwaltschaft Bochum gegen ihn Ermittlungen eingeleitet habe, teilte der DFB am Dienstag mit.

 

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Frankfurt - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat wegen des Wettskandals einen Zweitliga-Schiedsrichter gesperrt. Der 27-Jährige Unparteiische werde vorerst nicht mehr als Schiedsrichter oder Assistent eingesetzt, da die Staatsanwaltschaft Bochum gegen ihn Ermittlungen eingeleitet habe, teilte der DFB am Dienstag mit.


Natürlich gelte auch für den Schiedsrichter die Unschuldsvermutung. «Doch solange die Ermittlungen gegen seine Person nicht abgeschlossen sind, werden wir ihn zum Schutze seiner Person und des laufenden Wettbewerbs nicht mehr ansetzen», sagte der für Schiedsrichter zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch.


Der Beschuldigte war laut DFB in der laufenden Saison vier Mal in der Regionalliga Nord und ein Mal in der Regionalliga West im Einsatz. Als Assistent war er in der 2. Bundesliga fünfmal angesetzt. Hinzu kamen zwei Einsätze im DFB-Pokal und einer in der 3. Liga.


Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte im Rahmen der Ermittlungen wegen möglicher Spiel- und Wettmanipulationen in den vergangenen Tagen erste Vernehmungen durchgeführt. Dabei wurden unter anderem einige verdächtige Spieler zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen befragt. Einige Akteure hätten die Vorwürfe der Spielmanipulation nicht entkräften können, sagte Koch. «Ich denke, dass der Kontrollausschuss zu Jahresbeginn weitere Verfahren gegen Spieler einleiten wird.»


Aus Rücksicht auf die noch laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Bochum wollte der DFB allerdings weder die Namen der vom Kontrollausschuss vernommenen Spieler noch der eventuell betroffenen Partien nennen. Wiederholungen von eventuell manipulierten Spielen seien derzeit eher unwahrscheinlich. Das sei das Ergebnis einer genauen Analyse der Akten der Staatsanwaltschaft Bochum durch die Task Force «Spielmanipulation» des DFB und der DFL sowie den Kontrollausschuss, betonte der Deutsche Fußball-Bund.


«Die Bestimmungen des DFB, die wir nach dem Hoyzer-Skandal geändert haben, sind eindeutig. Sportrechtlich ist eine Saison nach dem letzten Spieltag nicht mehr anfechtbar. Gleiches gilt im DFB-Pokal, sobald eine Runde abgeschlossen ist. Natürlich kann sich die Aktenlage aufgrund der noch laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft jederzeit ändern», sagte Koch.


Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes wird sich auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr am 15. Januar 2010 ebenfalls intensiv mit dem Wettskandal beschäftigen. «Natürlich nehmen wir die Vorfälle der vergangenen Wochen zum Anlass, unsere Frühwarnsysteme und diesbezügliche Vorgehensweisen zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verbessern. Erste diesbezügliche Schritte könnte das Präsidium bereits im Januar beschließen», sagt DFB-Präsident Theo Zwanziger  (© AP)



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