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Gedenkkundgebung für Münchner S-Bahn-Helden Dominik Brunner

veröffentlicht am 20.12.2009


Rund 3.000 Menschen sind am Sonntag in München trotz eisiger Temperaturen zu einer Gedenkveranstaltung für den Geschäftsmann Dominik Brunner zusammengekommen. Brunner war am 12. September am Bahnhof München-Solln von zwei Jugendlichen totgeprügelt worden, nachdem er sich schützend vor vier Kinder gestellt hatte.

 

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München - Rund 3.000 Menschen sind am Sonntag in München trotz eisiger Temperaturen zu einer Gedenkveranstaltung für den Geschäftsmann Dominik Brunner zusammengekommen. Brunner war am 12. September am Bahnhof München-Solln von zwei Jugendlichen totgeprügelt worden, nachdem er sich schützend vor vier Kinder gestellt hatte. Zu der Gedenkfeier aufgerufen hatten die Initiative «Münchner Courage» sowie die Dominik-Brunner-Stiftung.


Bei der Veranstaltung auf dem Odeonsplatz unter dem Motto «Nimm dein Herz in die Hand» lobte der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude Brunner als jemanden, der nicht weggesehen, sondern sich eingemischt habe.


Zudem sprach sich Ude dafür aus, die richtigen Konsequenzen aus dem Geschehenen zu ziehen, damit der Tod Brunners nicht umsonst gewesen sei: «Lassen Sie uns eine wachsamere, eine solidarischere Gesellschaft werden», sagte er. Menschen, die wie Brunner Zeugen von Unrecht werden, könnten hinsehen, Hilfe holen und Umstehende ansprechen.


Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München und Kuratoriumsvorsitzender der Dominik-Brunner-Stiftung, erklärte, im Leben wie im Fußball helfe ein starker Zusammenhalt. «Ein Mann der Tat ist gut. Elf sind besser. Heute möchte ich dazufügen: So viele wie möglich, sind am besten», sagte er. Auch Hoeneß lobte das selbstlose Handeln Brunners. «Wenn wir bedroht wären, wären wir froh, wenn uns einer wie Dominik Brunner helfen würde.» Hoeneß war in Begleitung der Bayern-Stars Miroslav Klose, Holger Badstuber sowie Thomas Müller sowie seinem Nachfolger als Manager des FC Bayern, Christian Nerlinger, auf der Bühne erschienen.


Bevor die Veranstaltung mit einem ökumenischen Gottesdienst und Chorgesängen endete, trat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ans Rednerpult. Seehofer hatte Brunner den bayerischen Verdienstorden verliehen. «Dominik Brunner war im positiven Sinne ein Held», sagte Seehofer. Dazu erklärte er, je mehr Menschen in einer Gesellschaft Zivilcourage zeigten, desto weniger Helden würde diese benötigen. Musikalische Beiträge liefern die Sportfreunde Stiller, die Mezzosopranistin Liz Howard und der Jugend-Gospelchor Young Souls.  (© AP)



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