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20. Dezember 2009

Iranische Justiz räumt Tötung von Oppositionellen in der Haft ein



Teheran - Die iranische Justiz hat erstmals eingeräumt, dass nach der umstrittenen Präsidentenwahl vom Juni mindestens drei Oppositionelle in der Haft zu Tode geprügelt wurden. Zwölf Vollzugsbeamte des inzwischen geschlossenen Kahrisak-Gefängnisses seien deshalb wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt, hieß es in einer am Samstag in Teheran verbreiteten Erklärung.

Bislang hatten die iranischen Behörden stets Vorwürfe zurückgewiesen, dass Häftlinge aus Oppositionskreisen misshandelt worden seien. Bei den Unruhen infolge der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad kamen nach amtlichen Angaben 30 Menschen ums Leben. Die Opposition spricht von mindestens 72 Toten und hat Misshandlungen wie Folter und Vergewaltigung von Verhafteten angeprangert.

Lesen Sie auch: Muslimbruderschaft fordert Entlassung der Übergangsregierung

Die ägyptische Muslimbruderschaft hat den Militärrat zur Entlassung der Übergangsregierung aufgefordert. Mahmud Goslan von der Bruderschaft, die über fast die Hälfte der Sitze im neu gewählten ägyptischen Parlament verfügt, sagte am Donnerstag, die Interimsregierung sei mit der Bewältigung der Sicherheitsprobleme des Landes überfordert. Dies könne eine Regierung besser, wenn sie den Rückhalt des Parlaments hätte. In der vergangenen Woche waren bei Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Port Said mindestens 89 Menschen ums Leben gekommen. Goslan forderte den Militärrat auf, einen Ministerpräsidenten der Muslimbruderschaft zu benennen, der dann eine Regierung bilden sollte.  zur Nachricht >>


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