|
19. Dezember 2009
Eine "Schande für Industrieländer"
Aachen - Das katholische Hilfswerk Misereor hat das Ergebnis des Klimagipfels von Kopenhagen als «Schande für die Industrieländer und eine Katastrophe für die Menschen in den Entwicklungsländern» bezeichnet. Der für Misereor zuständige Hamburger Erzbischof Werner Thissen erklärte am Samstag, er sei entsetzt.
«Es ist unverantwortlich, dass diese historische Chance nicht genutzt wurde und das Klima-Abkommen aufgrund wirtschaftlicher Interessen gescheitert ist.» Das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, sei in weite Ferne gerückt. «Was mich so aufregt, ist, dass alle um die schlimmen Folgen wissen», sagte Thissen.
Lesen Sie auch: Weitere Selbstverbrennung im Protest gegen Chinas Tibetpolitik
Aus Protest gegen die chinesische Tibetpolitik hat sich ein Tibeter in Brand gesteckt. Der 19-Jährige habe sich in der Präfektur Aba in der chinesischen Provinz Sichuan angezündet, berichtete die in London ansässige Organisation International Campaign for Tibet am Donnerstag. Auch die Menschenrechtsgruppe Free Tibet berichtete von dem Vorfall vom Mittwoch. Es habe sich um einen ehemaligen Mönch des Kloster Kirti gehandelt, in dem es in den vergangenen Monaten zu Demonstrationen kam. Das Opfer befände sich im Krankenhaus. Die von den USA finanzierte Radiostation Free Asia berichtete, der Mann sei von Polizisten und Soldaten weggebracht worden. zur Nachricht >>

|