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18. Dezember 2009
Industrie plant weniger Stellenabbau
München - Zum Ende des Krisenjahres 2009 schauen die deutschen Unternehmen zunehmend optimistisch auf die kommenden Monate. Mit dem neunten Anstieg in Folge kletterte der ifo-Geschäftsklimaindex im Dezember auf den höchsten Stand seit Juli 2008. Vor allem ihre aktuelle Lage schätzten die befragten Unternehmen besser ein als im November, wie das Münchner ifo-Institut am Freitag mitteilte. Die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate verbesserten sich ebenfalls leicht.
«Die Wirtschaft erholt sich. Es ist ein versöhnlicher Jahresabschluss», sagte ifo-Experte Klaus Abberger. Es gebe einen Gleichstand zwischen Optimisten und Pessimisten. Der ifo-Index als wichtiges Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft stieg von 93,9 Punkten auf 94,7 Punkte und damit stärker als von Analysten erwartet. Sowohl in der Industrie als auch im Handel und im Baugewerbe hellte sich die Stimmung auf.
«Nach dem scharfen Einbruch im vergangenen Winter wirken die aktuellen Umfrageergebnisse wie ein Weihnachtsgeschenk», erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Nachdem die Erwartungen der Unternehmen im Jahresverlauf kräftig gestiegen seien, habe sich nun auch die aktuelle Lage deutlich entspannt, sagte Abberger. «Wir arbeiten uns Schritt für Schritt weiter.»
Die Dynamik der Erholung lasse aber nach. Risikofaktoren seien die Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Kreditvergabe der Banken angesichts der steigenden Zahl von Insolvenzen. In seiner jüngsten Prognose hat das ifo-Institut für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent prognostiziert. «Die Wirtschaftskrise ist noch nicht überwunden. Der Prozess der Erholung bleibt empfindlich», sagte Abberger. weiterlesen >>

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