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17. Dezember 2009

Betriebsratschef fordert 10 Prozent Mitarbeiteranteil an Opel



Rüsselsheim - Opel-Betriebsratschef Klaus Franz will einem Restrukturierungsplan für den angeschlagenen Autobauer nur grünes Licht geben, wenn die Mitarbeiter 10 Prozent der Unternehmensanteile erhalten. «Wir stimmen sonst nicht zu», sagte Franz am Donnerstag in Rüsselsheim. Die Führung des US-Konzerns General Motors habe einer Mitarbeiterbeteiligung an Opel im Grundsatz bereits zugestimmt.

Den Umfang gelte es nun noch auszuhandeln, sagte Franz. «Unsere Beschäftigten sind bereit zu bezahlen», erklärte der Gesamtbetriebsratschef. Nicht akzeptiere der Betriebsrat aber die Forderung nach Lohneinbußen von 265 Millionen Euro im Jahr. Insbesondere, wenn das Werk Antwerpen geschlossen werde, sei diese Summe nicht zu rechtfertigen.

Franz sagte, um die wesentlichen Entscheidungen für die Zukunft von Opel zu fällen, bleibe ab Anfang 2010 nur noch ein enges Zeitfenster von eineinhalb Monaten: «Ansonsten wird es in jeder Hinsicht fatal.» Das Hin und Her um den Opel-Verkauf habe das Unternehmen im zu Ende gehenden Jahr zwischen 700 und 900 Millionen Euro gekostet. Um diesen Betrag könnte der Autobauer derzeit besser dastehen, wenn mit der Restrukturierung im Jahresverlauf bereits begonnen worden wäre.

Der Betriebsratschef forderte erneut die Umwandlung von Opel und der Schwestermarke Vauxhall in eine deutsche Aktiengesellschaft: «Ich gehe davon aus, dass wir dieses Ziel erreichen werden.» Dies sei die «zentrale Aufgabe» für 2010. Die neue AG müsse die Kompetenz bekommen, die Marke Opel von Rüsselsheim aus global zu steuern. GM dürfe in das Tagesgeschäft künftig nicht mehr hineinregieren.


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