Neuer Vorstandschef der Bank of America aus den eigenen Reihen
veröffentlicht am 17.12.2009

Der Leiter des Privatkundengeschäfts der Bank of America, Brian Moynihan, soll das angeschlagene Institut als neuer Vorstandschef wieder auf Kurs bringen. Wie die Bank am Mittwochabend in New York mitteilte, tritt der 50-Jährige am 1. Januar die Nachfolge von Ken Lewis an.
New York - Der Leiter des Privatkundengeschäfts der Bank of America, Brian Moynihan, soll das angeschlagene Institut als neuer Vorstandschef wieder auf Kurs bringen. Wie die Bank am Mittwochabend in New York mitteilte, tritt der 50-Jährige am 1. Januar die Nachfolge von Ken Lewis an. Bemühungen der Bank of America, einen unternehmensfremden Spitzenmanager für das Amt zu gewinnen, waren erfolglos geblieben.
Lewis hatte nach massiver Kritik der Aktionäre und Ermittlungen der New Yorker Staatsanwaltschaft im September angekündigt, Ende des Jahres sein Amt als Vorstandsvorsitzender niederzulegen. Die Kritik an dem 62-Jährigen entzündete sich an der kostspieligen Übernahme der vom Zusammenbruch bedrohten Investmentbank Merrill Lynch Anfang des Jahres und an umstrittenen Bonuszahlungen in Milliardenhöhe für deren Manager. Die Bank of America musste 45 Milliarden Dollar Staatshilfe in Anspruch nehmen, die sie am 8. Dezember wieder zurückzahlte.
Moynihan plant nach eigenen Angaben keine größeren Änderungen in der Strategie der Bank. Er wolle keines der bestehenden Geschäftsfelder aufgeben, sagte er dem «Wall Street Journal». Moynihan übernimmt die Führung in extrem schwierigen Zeiten. Im Gegensatz zu vielen anderen großen Geldhäusern hatte die Bank of America im dritten Quartal rote Zahlen geschrieben. Das Institut wies einen Verlust von mehr als 2,2 Milliarden Dollar aus. Wegen fauler Kredite stiegen die Abschreibungen zwischen Juli und September auf fast 10 Milliarden Dollar - eine Milliarde mehr als im zweiten Quartal. (© AP)





