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16. Dezember 2009

Neuer Raketentest: Iran lässt die Muskeln spielen



Teheran - Der Iran lässt seine Muskeln spielen: Die Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erfolgreich eine modernisierte Version ihrer Mittelstreckenrakete Sadschil 2 getestet. Die Rakete könne aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit «unmöglich zerstört werden», da sie nicht vom Radar geortet werden könne, sagte Verteidigungsminister General Ahmad Wahidi am Mittwoch im Staatsfernsehen. Die Boden-Boden-Rakete hat eine Reichweite von knapp 2.000 Kilometern und kann damit Ziele in Israel und Südosteuropa sowie US-Stellungen in der Golfregion erreichen.

Bei der Sadschil 2 handelt es sich um eine Rakete mit festen Treibstoff, was ihr laut Experten mehr Präzision garantiert als vergleichbaren Raketen mit flüssigem Treibstoff wie etwa der älteren iranischen Schahab-3. Außerdem kann sie im Voraus betankt und zu versteckten Silos gebracht werden.

Wahidi bezeichnete die Rakete als «starke Abschreckung». Schon seit längerem bemüht sich die iranische Führung vor dem Hintergrund des schwelenden Atomkonflikts mit dem Westen zu beweisen, dass sie bei einem eventuellen Angriff der USA oder Israels auf iranische Nuklearanlagen mit einem Vergeltungsschlag reagieren kann. Der Westen und Israel argwöhnen, dass Iran eine Atombombe bauen will. Die Führung in Teheran verneint dies und erklärt, ihr gehe es um die zivile Nutzung der Atomenergie.

Es war der dritte Test der Raketenreihe seit Mai. Die iranische Führung hat die «Sadschil» als Durchbruch bezeichnet, da die Rakete ein weitaus modernes Navigationssystem besitzt als die Vorgängermodelle.  weiterlesen >>


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