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15. Dezember 2009

Berlusconi kann am Mittwoch die Klinik verlassen



Rom - Zwei Tage nach der Attacke gegen Silvio Berlusconi wird der italienische Ministerpräsident am Mittwoch aus der Klinik entlassen. Die Klinik San Raffaele teilte am Dienstag in Mailand mit, Berlusconi habe immer noch Schmerzen. Sein Zustand sei aber nicht besorgniserregend. Die Ärzte empfahlen dem Regierungschef, sich mindestens zwei Wochen lang von allen öffentlichen Veranstaltungen fernzuhalten.

Der Angreifer Massimo Tartaglia entschuldigte sich unterdessen bei Berlusconi. Er bedauere seine «feige und unkontrollierte Tat», zitierte die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Montagabend aus einem Brief des 42-Jährigen, der seit dem Angriff vom Sonntagabend im Gefängnis ist. Er schleuderte Berlusconi zum Abschluss einer Parteiveranstaltung in Mailand eine Statuette ins Gesicht. Dabei erlitt Berlusconi einen Nasenbeinbruch, außerdem brachen zwei Zähne ab.

Berlusconis Sprecher Paolo Bonaiuti sagte, der Ministerpräsident habe sich noch auf der Fahrt zu der Wahlveranstaltung am Sonntag besorgt über ein Klima des Hasses geäußert. «Er sagte mir: 'Wissen Sie, dieses Klima des Hasses und der Spannung macht mir wirklich Sorgen. Denken Sie nicht, dass mir etwas zustoßen könnte?'» Berlusconi ist wegen eines Sexskandals und diverser Korruptionsanklagen in Bedrängnis.


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