China kritisiert UN-Flüchtlingshilfswerk wegen Uiguren
veröffentlicht am 15.12.2009

China hat das UN-Flüchtlingshilfswerk davor gewarnt, geflohenen Uiguren Zuflucht zu gewähren. Das UNHCR-Büro in Kambodscha, in dem 22 Uiguren um politisches Asyl gebeten haben, dürfe «kein Zufluchtsort für Kriminelle» sein, erklärte das chinesische Außenministerium am Dienstag. Die Flüchtlinge seien an Verbrechen beteiligt gewesen.
Peking - China hat das UN-Flüchtlingshilfswerk davor gewarnt, geflohenen Uiguren Zuflucht zu gewähren. Das UNHCR-Büro in Kambodscha, in dem 22 Uiguren um politisches Asyl gebeten haben, dürfe «kein Zufluchtsort für Kriminelle» sein, erklärte das chinesische Außenministerium am Dienstag. Die Flüchtlinge seien an Verbrechen beteiligt gewesen. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit waren von einem Netzwerk christlicher Missionare in China außer Landes gebracht worden und hatten das UNHCR-Büro in Phnom Penh um Hilfe gebeten.
Eine UNHCR-Sprecherin in Bangkok machte klar, dass sich das Flüchtlingshilfswerk nicht von China unter Druck setzen lassen will. Aufgabe des UNHCR sei es, Menschen zu schützen, die von der eigenen Regierung nicht geschützt würden. Daher sei Streit mit einzelnen Staaten nicht ungewöhnlich.
Bei Unruhen in der nordwestlichen Provinz Xinjiang wurden im Juli nach amtlichen Angaben fast 200 Menschen getötet. Auslöser war der Tod zweier Uiguren bei einer Auseinandersetzung mit Han-Chinesen im Süden Chinas. Dagegen protestierten Uiguren in der westlichen Provinzhauptstadt Urumqi zunächst friedlich, doch beim Eingreifen der Polizei kam es zur Gewalt. Es folgten die schwersten ethnisch motivierten Unruhen in China seit Jahrzehnten. Bislang hat China im Zusammenhang mit der Gewalt mindestens 17 Todesurteile verhängt. (© AP)




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