BayernLB muss neuen Sanierungsplan in Brüssel vorlegen
veröffentlicht am 15.12.2009

Nach dem Verkauf ihrer österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria muss die BayernLB laut «Handelsblatt» einen aktualisierten Umstrukturierungsplan bei der EU-Wettbewerbsbehörde einreichen. Der bisherige Plan habe vorgesehen, dass die BayernLB die HGAA erst saniere und dann verkaufe, heißt es dem Bericht zufolge in EU-Kommissionskreisen.
Düsseldorf - Nach dem Verkauf ihrer österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria muss die BayernLB laut «Handelsblatt» einen aktualisierten Umstrukturierungsplan bei der EU-Wettbewerbsbehörde einreichen. Der bisherige Plan habe vorgesehen, dass die BayernLB die HGAA erst saniere und dann verkaufe, heißt es dem Bericht zufolge in EU-Kommissionskreisen.
Da die BayernLB ihre Tochter nun ohne vorherige Sanierung abgebe, müsse die Landesbank mehr als zwei Milliarden Euro abschreiben. Im bisher vorliegenden Sanierungsplan sei dieser Abschreibungsbedarf nicht vorgesehen.
Es entstehe damit eine neue Situation, die von der Kommission geprüft werden müsse, schrieb das Blatt. Das Beihilfeverfahren gegen die BayernLB verzögere sich damit. Eine Entscheidung sei wahrscheinlich erst im März zu erwarten.
Die Trennung von der Hypo Group Alpe Adria reicht der EU-Kommission dem Bericht zufolge keinesfalls, um die milliardenschweren staatlichen Beihilfen für die BayernLB zu genehmigen. Die Landesbank werde ihre Bilanzsumme darüber hinaus noch stärker reduzieren und sich von weiteren Töchtern oder Geschäftsbereichen trennen müssen, hießt es demnach in Kommissionskreisen. Die EU-Kommission hatte im Mai 2009 ein vertieftes Beihilfeverfahren gegen die BayernLB und ihre Tochter Hypo Group Alpe Adria eingeleitet. (© AP)




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