Zahlreiche Azubis müssen um Übernahme bangen
veröffentlicht am 14.12.2009

© Bundesagentur für Arbeit
Auszubildende und Berufsanfänger gehören nach Gewerkschaftsangaben zu den Hauptleidtragenden der Wirtschaftskrise. Nur etwas mehr als ein Drittel der Azubis im letzten Lehrjahr habe derzeit eine sichere Perspektive im Ausbildungsbetrieb über die Lehrzeit hinaus, heißt es in einer nicht repräsentativen Umfrage der DGB-Jugend unter 1.957 jungen Menschen in vier Bundesländern.
Berlin - Auszubildende und Berufsanfänger gehören nach Gewerkschaftsangaben zu den Hauptleidtragenden der Wirtschaftskrise. Nur etwas mehr als ein Drittel der Azubis im letzten Lehrjahr habe derzeit eine sichere Perspektive im Ausbildungsbetrieb über die Lehrzeit hinaus, heißt es in einer nicht repräsentativen Umfrage der DGB-Jugend unter 1.957 jungen Menschen in vier Bundesländern.
Jeder vierte befragte Auszubildende wusste demnach bereits im Oktober sicher, dass er nicht übernommen werde. Weitere 40 Prozent wussten den Angaben zufolge noch nicht, wie es weiter geht. Aus den Zahlen schließt der DGB, dass die Wirtschaftskrise junge Menschen zunehmend auch am Übergang von der Ausbildung zur regulären Erwerbsarbeit trifft. Vergleichszahlen aus den Vorjahren liegen allerdings nicht vor.
Selbst wenn die Lehrlinge nach ihrer Ausbildung übernommen würden, erfolge dies häufig nur befristet, heißt es in der Studie. Lediglich 38 Prozent der befragten Azubis, die bereits eine Zusage haben, würden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.
Knapp ein weiteres Drittel habe von einem auf zwölf Monate befristeten Angebot berichtet, 20 Prozent sollen nur für höchstens sechs Monate übernommen werden. Aussicht auf eine alternative Beschäftigung bestand der Umfrage zufolge bei nur einem Drittel der Befragten.
Die DGB-Jugend kritisiert, dass viele Azubis bis zum Schluss ihrer Ausbildung keine Klarheit über ihre Zukunft hätten. Im Fall von Erwerbslosigkeit drohe ihnen zudem Hartz IV, da sie häufig nur einen sehr begrenzten Anspruch auf Arbeitslosengeld I hätten. Dies beinhalte «ein enormes Erpressungspotenzial»; damit drohe eine Verschärfung des Dumpingwettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt. (© AP)




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