Konfrontation im Iran spitzt sich zu
veröffentlicht am 14.12.2009

Im Iran spitzt sich die Konfrontation zwischen Staatsführung und Opposition erneut zu. Mehrere hundert Studenten protestierten am Sonntag auf dem Campus der Teheraner Universität gegen die Regierung und warfen ihr vor, Bilder von der Verbrennung eines Fotos des Staatsgründers Ayatollah Ruhollah Chomeini, die angeblich während einer Studentendemonstration am vergangenen Montag entstanden sind, gefälscht zu haben. Die Bilder dienten als Vorwand zur Niederschlagung der Reformbewegung, erklärten die Demonstranten.
Teheran - Im Iran spitzt sich die Konfrontation zwischen Staatsführung und Opposition erneut zu. Mehrere hundert Studenten protestierten am Sonntag auf dem Campus der Teheraner Universität gegen die Regierung und warfen ihr vor, Bilder von der Verbrennung eines Fotos des Staatsgründers Ayatollah Ruhollah Chomeini, die angeblich während einer Studentendemonstration am vergangenen Montag entstanden sind, gefälscht zu haben. Die Bilder dienten als Vorwand zur Niederschlagung der Reformbewegung, erklärten die Demonstranten. Dutzende Polizisten umstellten das Gelände.
Die Schändung des Abbilds von Chomeini oder von dessen Nachfolger als geistliches Staatsoberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, gilt im Iran als absolutes Tabu. Die Revolutionsgarden haben bereits eine harte Bestrafung der Verantwortlichen gefordert. Ayatollah Chamenei warnte am Sonntag die Opposition und warf ihr vor, das islamische System im Iran stürzen zu wollen.
Das staatliche Fernsehen hat die Bilder von der Verbrennung des Abbilds Chomeinis seit der Studentendemonstration am Montag vergangener Woche mehrfach wiederholt. Auf den Bildern sind nur die Hände derer zu sehen, die das Poster verbrennen, nicht aber deren Gesichter. Auf Videoaufnahmen im Internet sind auch brennende Poster mit dem Abbild von Chamenei und Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu sehen.
Am Freitag und Samstag hatten Tausende Regierungsanhänger in mehreren Städten des Landes gegen die angebliche Schändung der Abbilder Chomeinis und Chameneis durch die reformorientierten Studenten protestiert. (© AP)




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