98-Jährige tötet 100-jährige Zimmergenossin in Altersheim
veröffentlicht am 13.12.2009

Wegen Mordes an ihrer 100-jährigen Zimmergenossin im Altersheim soll sich eine 98-Jährige im US-Staat Massachusetts vor Gericht verantworten. Die Seniorin wird beschuldigt, ihrem Opfer am 24. September eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt zu haben.
New Bedford/USA - Wegen Mordes an ihrer 100-jährigen Zimmergenossin im Altersheim soll sich eine 98-Jährige im US-Staat Massachusetts vor Gericht verantworten. Die Seniorin wird beschuldigt, ihrem Opfer am 24. September eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt zu haben. Sie gilt als die älteste Mordverdächtige in der Geschichte des US-Staats. Zum Prozess wird es aber kaum nicht kommen, weil die Frau als nicht voll zurechnungsfähig eingestuft werden dürfte. Die am Freitag erhobene Anklage lautet auf Mord mit bedingtem Vorsatz.
Dem Sohn des Opfers zufolge hatte die 98-Jährige ihrer Zimmergenossin das Leben schon lange zur Hölle gemacht. Sie habe ihr vorgeworfen, das Zimmer voll zu beschlagnahmen, und sie deshalb mit allen Mitteln schikaniert. Er habe deshalb mehrfach um eine Trennung der beiden Zimmerbewohnerinnen gebeten. Seine Mutter habe das gemeinsame Zimmer allerdings nicht verlassen wollen, weil sie dort lange Zeit mit ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Mann zusammengelebt habe.
Die Heimverwaltung erklärte indessen, die beiden Frauen seien wie Schwestern sehr liebevoll miteinander umgegangen. Eben deshalb habe die ältere Frau das Angebot eines anderen Zimmers mehrfach ausgeschlagen. Der Verteidiger erklärte, die Angeklagte habe eine seit langem bestehende Altersdemenz, so dass sie nicht für ihre Tat verantwortlich gemacht werden könne. (© AP)




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