Deutscher Botschafter in Moskau muss offenbar gehen
veröffentlicht am 12.12.2009

Der deutsche Botschafter in Moskau, Walter Jürgen Schmid, muss offenbar seinen Platz räumen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wolle den Diplomaten durch den deutschen NATO-Botschafter Ulrich Brandenburg ersetzen, schrieb der «Spiegel» in einer Vorabmeldung vom Samstag. Schmid gelte im Kanzleramt und unter den Außenpolitikern der Koalition als zu unkritisch gegenüber Russland.
Berlin - Der deutsche Botschafter in Moskau, Walter Jürgen Schmid, muss offenbar seinen Platz räumen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wolle den Diplomaten durch den deutschen NATO-Botschafter Ulrich Brandenburg ersetzen, schrieb der «Spiegel» in einer Vorabmeldung vom Samstag. Schmid gelte im Kanzleramt und unter den Außenpolitikern der Koalition als zu unkritisch gegenüber Russland. Wichtige Personalentscheidungen muss laut Koalitionsvertrag das Kabinett treffen.
Der Pressesprecher der FDP, Robert von Rimscha, soll dem Magazin zufolge im Auswärtigen Amt vorläufig nur stellvertretender Leiter des Planungstabes werden; der amtierende Planungschef Markus Ederer solle bis Juli 2010 auf seinem Posten bleiben. Zu diesen personalpolitischen Entscheidungen nahm das Auswärtige Amt nicht Stellung.
Allerdings bestätige eine Ministeriumssprecherin, dass zur neuen politischen Direktorin im Außenministerium die Beauftragte für den Balkan und die Türkei, Emily Haber, ernannt wird. Sie trete ihr Amt am Montag an. Damit werde erstmals eine zentrale Schaltstelle im Auswärtigen Amt mit einer Frau besetzt, hieß es in Ministeriumskreisen. (© AP)




Irans Botschafter nennt Ölboykott der EU "feindlich"
US-Diplomat sieht Hoffnung auf diplomatische Annäherung an Nordkorea

