Mortalität bei Verwitweten deutlich höher als bei Verheirateten
veröffentlicht am 11.12.2009

Die Kluft in der Lebenswartung zwischen verheirateten und verwitweten Menschen vergrößert sich. Während verheiratete Menschen immer älter werden, steigt die Mortalität jener Personen, die ihre Partner verlieren, wie eine Studie zeigt. Darin untersuchten Mitarbeiter der Michigan State Universität in East Lansing die Sterblichkeit in den USA für den Zeitraum der Jahre von 1986 bis 2000.
New York - Die Kluft in der Lebenswartung zwischen verheirateten und verwitweten Menschen vergrößert sich. Während verheiratete Menschen immer älter werden, steigt die Mortalität jener Personen, die ihre Partner verlieren, wie eine Studie zeigt. Darin untersuchten Mitarbeiter der Michigan State Universität in East Lansing die Sterblichkeit in den USA für den Zeitraum der Jahre von 1986 bis 2000.
«Es überrascht mich ein wenig», sagt Studienleiterin Hui Liu. «Mit dem Fortschritt der medizinischen Technologie sollten eigentlich alle Bevölkerungsgruppen gesünder sein und länger leben.» Tatsächlich stieg die Lebenserwartung der verheirateten Menschen deutlich an. Dies galt in geringerem Maße auch für ledige Personen, die nie geheiratet hatten. Dagegen stieg die Mortalität bei den Verwitweten, und hier vor allem bei weißen Frauen, die ihren Mann verloren hatten.
Möglicherweise hätten verwitwete Menschen weniger Geld und soziale Unterstützung, schreibt Liu im «Journal of Marriage and Family». Zudem steige angesichts der zunehmenden Lebenserwartung auch die Dauer der Ehen. Damit werde der Schmerz beim Verlust eines langjährigen Partners größer, vermutet sie. Demnach verlieren Männer wie auch Frauen ihren Partner inzwischen meist erst in hohem Alter. (© AP)




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