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Jamaika auch etwas für den Bund?

veröffentlicht am 07.12.2009


Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller sieht die noch immer übliche Zuordnung der Parteien in ein bürgerliches und ein linkes Lager als überkommen an. Diese Unterscheidung sei «genauso veraltet wie die Trennung von Ökonomie und Ökologie», sagte der CDU-Politiker, der an der Saar eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen führt, dem Nachrichtenmagazin «Focus». Dieses sogenannte Jamaika-Bündnis wertete Müller als eine «Zäsur in der Parteiengeschichte Deutschlands».

 

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München - Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller sieht die noch immer übliche Zuordnung der Parteien in ein bürgerliches und ein linkes Lager als überkommen an. Diese Unterscheidung sei «genauso veraltet wie die Trennung von Ökonomie und Ökologie», sagte der CDU-Politiker, der an der Saar eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen führt, dem Nachrichtenmagazin «Focus». Dieses sogenannte Jamaika-Bündnis wertete Müller als eine «Zäsur in der Parteiengeschichte Deutschlands».


«Wenn sich im Saarland zeigt, dass eine Jamaika-Konstellation gut und erfolgreich zusammen arbeiten kann, wird dies auch das strategische Denken bundesweit beeinflussen», sagte der Regierungschef. Auch der Grünen-Fraktionschef im Saarbrücker Landtag, Hubert Ulrich, zeigte sich überzeugt davon, dass die gesamte Gesellschaft von einem solchen Bündnis profitieren könne: Bei CDU und FDP komme durch die Zusammenarbeit mit den Grünen in der Atomenergiefrage ein Prozess in Gang wie bei der SPD vor 20 Jahren.


Der saarländische FDP-Vorsitzende Christoph Hartmann sieht seine Partei im Jamaika-Bündnis als Scharnier zwischen Schwarz und Grün. Überholte ideologische Grabenkämpfe könnten überwunden werden, sagte der Landwirtschaftsminister.  (© AP)



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