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Deutscher Luftangriff: US-Luftwaffe plädierte vergebens für vorherige Tiefflüge

veröffentlicht am 05.12.2009


Vor dem Luftangriff auf die entführten Tanklaster in Kundus hat die US-Luftwaffe dem deutschen Fliegerleitoffizier angeblich mehrfach vergebens Tiefflüge ohne Bombardement vorgeschlagen, um den Menschen am Boden Gelegenheit zur Flucht zu geben. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag unter Berufung auf den NATO-Abschlussbericht zu dem Luftschlag vom 4. September, der bis zu 142 Todesopfer gefordert hat.

 

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Berlin - Vor dem Luftangriff auf die entführten Tanklaster in Kundus hat die US-Luftwaffe dem deutschen Fliegerleitoffizier angeblich mehrfach vergebens Tiefflüge ohne Bombardement vorgeschlagen, um den Menschen am Boden Gelegenheit zur Flucht zu geben. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag unter Berufung auf den NATO-Abschlussbericht zu dem Luftschlag vom 4. September, der bis zu 142 Todesopfer gefordert hat.


Auszüge aus dem Bericht zeigten, dass die Besatzung der amerikanischen F-15-Jagdbomber den Auftrag, die entführten Tanklaster bei Kundus zu bombardieren, stärker hinterfragt habe als bisher bekannt. Ein Kommandeur habe bei seiner Vernehmung berichtet, dass es während des Einsatzes Meinungsunterschiede über die Frage gegeben habe, wie viele Bomben abgeworfen werden sollten. Der Fliegerleitoffizier des deutschen Obersten Georg Klein, Codename «Red Baron», habe sechs Bomben gefordert. Die Besatzung der F-15 widersprach und erklärte, es seien nur zwei Bomben nötig.


Darüber hinaus zeigten Auszüge des Funkverkehrs zwischen dem US-Piloten «Dude» und dem Fliegerleitoffizier, dass die Besatzung nicht nur ein- oder zweimal warnende Tiefflüge vorgeschlagen habe, sondern gleich fünfmal. Doch «Red Baron» habe geantwortet: «Negativ. Das Ziel soll sofort angegriffen werden.»  (© AP)



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