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Passivrauchende Kinder werden eher verhaltensauffällig

veröffentlicht am 03.12.2009


Kinder, die in ihrer frühen Entwicklung Tabakrauch ausgesetzt sind, entwickeln einer Studie zufolge im Schulalter gehäuft Verhaltensauffälligkeiten. Besonders negativ mache sich der Einfluss des Rauchs während der Schwangerschaft bemerkbar, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Helmholtz Zentrums München und der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

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Neuherberg - Kinder, die in ihrer frühen Entwicklung Tabakrauch ausgesetzt sind, entwickeln einer Studie zufolge im Schulalter gehäuft Verhaltensauffälligkeiten. Besonders negativ mache sich der Einfluss des Rauchs während der Schwangerschaft bemerkbar, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Helmholtz Zentrums München und der Ludwig-Maximilians-Universität München.


Zu Verhaltensauffälligkeiten zählen Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizite oder Störungen in der Beziehung mit Gleichaltrigen. Die Ergebnisse der Studie seien sorgfältig mit der sozialen Lage der Familien abgeglichen worden, unterstrichen die Wissenschaftler. Ein Zusammenhang mit prekären Familienverhältnissen könne ausgeschlossen werden.


Kinder, die ausschließlich vor der Geburt durch Tabakrauch belastet wurden, haben demnach bis zum Alter von zehn Jahren ein 1,9-fach erhöhtes Risiko, Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln. Das Risiko bei Kindern, die erst nach der Geburt in einer Raucherumgebung lebten, war um den Faktor 1,3 erhöht. Bei Kindern, die sowohl vor als auch nach der Geburt Rauch ausgesetzt waren, hatten ein doppelt so hohes Risiko.


«Wir konnten zeigen, dass Kinder, die während der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren Tabakrauch ausgesetzt sind, im Schulalter gehäuft Verhaltensauffälligkeiten entwickeln», erklärte Joachim Heinrich vom Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum.


Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Rahmen der sogenannten GINI-plus-Studie gewonnen, die 5.991 in den Jahren 1995 und 1998 geborene Kinder umfasst. Zur Absicherung ihrer Ergebnisse aus den Befragungen kontrollierten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben auch den Gehalt an Nikotin in der Raumluft sowie Cotinin, einem Abbauprodukt von Nikotin, im Urin der Kinder. «Die Übereinstimmung mit den Daten aus den Fragebögen lag bei über 93 Prozent», erklärte der Erstautor der Studie, Simon Rückinger.


Die Ergebnisse sind in der online-Ausgabe der Fachzeitschrift «Environmental Health Perspectives» veröffentlicht.  (© AP)



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