Warnung vor Wirtschaftsspionage durch SWIFT-Abkommen

veröffentlicht am 01.12.2009


Nach der Zustimmung der EU-Innenminister zur Weitergabe von Bankdaten an die USA sorgt sich die deutsche Industrie vor Wirtschaftsspionage. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, sagte der «Financial Times Deutschland» (Dienstagausgabe): «Wir warnen vor der Gefahr, dass Unternehmen ausspioniert werden.»

 

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Hamburg - Nach der Zustimmung der EU-Innenminister zur Weitergabe von Bankdaten an die USA sorgt sich die deutsche Industrie vor Wirtschaftsspionage. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, sagte der «Financial Times Deutschland» (Dienstagausgabe): «Wir warnen vor der Gefahr, dass Unternehmen ausspioniert werden.»


Daten zum Zahlungsverkehr seien sensible Informationen. «Aus dem Zahlungsverkehr von Unternehmen lassen sich Rückschlüsse auf Märkte, Vertragspartner und Geschäftsvolumina ziehen», sagte Schnappauf.


Die USA stützen sich bei ihren Terror-Ermittlungen auf Verbindungsdaten des Finanzdienstleisters SWIFT, der täglich Millionen Überweisungen zwischen mehr als 8.000 Banken weltweit abwickelt. Künftig will das Unternehmen in Europa in Auftrag gegebene Überweisungen nur noch in europäischen Rechenzentren speichern, zu denen die USA keinen Zugang haben. Mit dem neuen Abkommen verpflichtet sich die EU, den US-Fahndern bestimmte Datensätze zu übermitteln.  (© AP)



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