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30. November 2009
Wettskandal weitet sich offenbar auf andere Sportarten aus
Frankfurt/Main - Die internationale Sportwettenaffäre weitet sich immer weiter aus. Neben zahlreichen Fußball-Begegnungen sollen auch Spiele im Tennis und Basketball manipuliert worden sein, wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet. Die Zahl der betroffenen Länder erhöhte sich demnach von 9 auf 17. Die zuständige Staatsanwaltschaft Bochum lehnte am Wochenende eine Stellungnahme ab.
Laut «Spiegel» finden sich in den Ermittlungsakten Verdachtsmomente, nach denen ein Frauendoppel im Tennis in Marokko im April manipuliert worden sein soll. Unter Verdacht stehe auch auch ein Playoff-Spiel der deutschen Basketball-Bundesliga im Juli.
Laut «Focus» geht die Staatsanwaltschaft Bochum davon aus, dass die Wettbetrüger mehr als 550.000 Euro investierten, um Spieler in mehreren Ländern zu bestechen. Die Geschäfte waren dem «Spiegel»-Bericht zufolge lukrativ. So seien auf fünf asiatischen Konten eines Verdächtigen innerhalb weniger Wochen Guthaben von rund 3,5 Millionen Euro entdeckt worden.
Nach Angaben der Ermittler stehen europaweit bislang mehr als 200 Fußballspiele unter Manipulationsverdacht, in Deutschland 32. Es gibt in mehreren Ländern bereits zahlreiche Haftbefehle. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Bochum für Wirtschaftskriminalität wollte sich schon in den vergangenen Tagen weder zu Namen noch Vereinen oder Partien äußern.

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