Greenpeace setzt auf radikale Aktionen
veröffentlicht am 30.11.2009

Der neue Chef von Greenpeace International, Kumi Naidoo, will die Strategie der Umweltorganisation verändern. In einem «Spiegel»-Interview sprach er sich im Kampf gegen den Klimawandel für «radikale Aktionen wie Hungerstreiks» aus. Mit neuen Protestformen will der Greenpeace-Chef nicht nur mehr junge Menschen für die Umweltorganisation gewinnen.
Hamburg - Der neue Chef von Greenpeace International, Kumi Naidoo, will die Strategie der Umweltorganisation verändern. In einem «Spiegel»-Interview sprach er sich im Kampf gegen den Klimawandel für «radikale Aktionen wie Hungerstreiks» aus. Mit neuen Protestformen will der Greenpeace-Chef nicht nur mehr junge Menschen für die Umweltorganisation gewinnen. «Ich will auch religiöse Aktivisten stärker an uns binden.»
Skeptisch äußerte sich Naidoo dagegen über die grundsätzlich ablehnende Haltung von Greenpeace gegenüber Techniken wie der Abtrennung und Speicherung von Kohlendioxid aus Kraftwerken oder der grünen Gentechnik. Angesichts von Entwicklungen wie dem Goldenen Reis, der unterernährte Kinder mit Vitamin A versorgen und vor der Erblindung bewahren könnte, wolle er prüfen, ob diese Positionen nicht revidiert werden müssten: «Wir müssen sichergehen, keine neue, richtige Entwicklung zu verpassen.» (© AP)
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