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27. November 2009

Pfleiderer reagiert mit schlankerer Organisationsstruktur auf schwache Nachfrage



Neumarkt - Der Holzverarbeiter Pfleiderer sieht derzeit keinen Bedarf für eine eigene Werksschließung, rechnet aber mit Werkschließungen seiner Wettbewerber. "Wir haben bereits ein Werk mit 100 Prozent Kurzarbeit stillgelegt und sehen dies als ausreichend an. Ich sehe derzeit keine Veranlassung, weitere Kapazitäten stillzulegen", sagte Vorstandsvorsitzender Hans H. Overdiek am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Pfleiderer will sich mit einer neuen, schlankeren Organisationsstruktur für eine weiter schwache Nachfragesituation wappnen. Auch das Management soll dafür verkleinert werden, ein ehemaliger Vorstand ist bereits ausgeschieden. Der neuen Organisationsstruktur werden laut Overdiek weitere 50 bis 60 Stellen zum Opfer fallen. Bis März 2010 will er den größten Teil der Umstrukturierung geschafft haben.

Der Abbau von 200 Stellen war bereits auf der Hauptversammlung angekündigt worden. Hier komme der Konzern gut voran, 130 Stellen seien bereits gestrichen worden, hieß es von Overdiek. Davon waren allerdings 25 Leiharbeiterposten, wie er hinzufügte. Pfleiderer hat bislang nicht mit allen Banken die Gespräche über die künftige Finanzierung des Unternehmens abschließen können, mit zwei Banken werde noch verhandelt. "Darunter ist eine kleinere deutsche Bank und eine ausländische Bank", erläuterte der Vorstandsvorsitzende.

Der Kredit der KfW-Bank sei inzwischen genehmigt worden, sagte Overdiek. Zur genauen Höhe machte er keine Angabe, es handele sich um einen Kredit "im niedrigen dreistelligen Millionenbereich", sagte der Vorstandsvorsitzende in der Telefonkonferenz weiter. Der MDAX-Konzern hat zuletzt wieder eine Belebung seines Geschäfts verspürt und rechnet damit, dass der Umsatz im vierten Quartal höher als im dritten Quartal ausfallen werde. "Die positive Entwicklung in Osteuropa erscheint dabei robuster als in Westeuropa", sagte Overdiek.


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