Kongo-Prozess: Zeugen der Anklage eingeschüchtert
veröffentlicht am 26.11.2009

Im UN-Prozess gegen zwei kongolesische Milizenführer sind Zeugen der Anklage nach Angaben einer Ermittlerin massiv bedroht und eingeschüchtert worden. Die vom Internationalen Strafgerichtshof zugesicherten Schutzmaßnahmen reichten nicht aus, sagte am Mittwoch die leitende Ermittlerin, deren Identität zu ihrem eigenen Schutz nicht genannt wurde.
Den Haag - Im UN-Prozess gegen zwei kongolesische Milizenführer sind Zeugen der Anklage nach Angaben einer Ermittlerin massiv bedroht und eingeschüchtert worden. Die vom Internationalen Strafgerichtshof zugesicherten Schutzmaßnahmen reichten nicht aus, sagte am Mittwoch die leitende Ermittlerin, deren Identität zu ihrem eigenen Schutz nicht genannt wurde.
Der Prozess gegen Germaine Katanga und Mathieu Ngudjolo begann am Dienstag. Den beiden Angeklagten werden sieben Fälle von Kriegsverbrechen und drei Fälle von Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Sie sollen für den Überfall auf das ostkongolesische Dorf Bogoro verantwortlich sein, bei dem am 24. Februar 2003 mehr als 200 Menschen getötet und zahlreiche Frauen und Mädchen vergewaltigt wurden. Katanga und Ngudjolo wurden vom Kongo an den Strafgerichtshof ausgeliefert worden. Sie erklärten sich für nicht schuldig. Die Anklage hat 26 Zeugen benannt. (© AP)
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