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26. November 2009

Syrien wird Unterdrückung von kurdischer Minderheit vorgeworfen



Beirut - Die kurdische Minderheit in Syrien wird nach Angaben von Human Rights Watch systematisch unterdrückt. Unter anderem dürften Kurden ihre traditionellen Feste nicht feiern, und in Gefängnissen würden sie besonders schlecht behandelt, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der in New York ansässigen Menschenrechtsorganisation. Zudem werde den Kurden die syrische Staatsangehörigkeit verweigert, was die Arbeitssuche und den Schulbesuch der Kinder erheblich erschwere.

Der 63 Seiten starke Bericht basiert auf Interviews mit 30 kurdischen Aktivisten, die vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurden, sowie mit 15 Verwandten von noch inhaftierten Kurden. Dabei beklagt Human Rights Watch, dass Syrien nicht dem Beispiel des Iraks und der Türkei folge, die ihre Beziehungen zur kurdischen Minderheit unlängst verbessert hätten.

Die syrische Regierung argumentiert indes, gerade aus diesen Ländern seien rund 250.000 Kurden nach Syrien geflohen. Diese hätten kein Anrecht auf die syrische Staatsbürgerschaft.


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