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Generalsekretär fordert schnelle NATO-Reform

veröffentlicht am 26.11.2009


NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat seine Forderung nach einem neuen Strategiekonzept für das Militärbündnis bekräftigt. «Wir dürfen keine Zeit verlieren», mahnte er am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Deutschen Atlantischen Gesellschaft in Berlin. Angesichts neuer Gefahren wie dem internationalen Terrorismus müsse das Bündnis viel flexibler reagieren als bisher.

 

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Berlin - NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat seine Forderung nach einem neuen Strategiekonzept für das Militärbündnis bekräftigt. «Wir dürfen keine Zeit verlieren», mahnte er am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Deutschen Atlantischen Gesellschaft in Berlin. Angesichts neuer Gefahren wie dem internationalen Terrorismus müsse das Bündnis viel flexibler reagieren als bisher. Rasmussen verteidigte den NATO-Einsatz in Afghanistan. Dieser sei alternativlos, sagte er.


«Die Zeit für Reformen ist jetzt gekommen», sagte Rasmussen und verwies auf den von der NATO eingesetzte Rat der Weisen unter Vorsitz der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright. Das Gremium nahm Anfang September seine Arbeit auf und soll maßgebliche Ideen für eine neue NATO-Strategie entwickeln.


Rasmussen verwies in diesem Zusammenhang auf die Rolle Russlands. Nach dem Georgien-Krieg im vergangenen Sommer hatte das westliche Militärbündnis den Dialog mit Moskau für mehrere Monate auf Eis gelegt, Ende April wurde die Zusammenarbeit im NATO-Russland-Rat aber wieder aufgenommen. Rasmussen sagte, er begreife die Gespräche als echte Chance. Die starre Strategie des Kalten Krieges sei vorbei.


Die NATO müsse in Zukunft dahin gehen, wo die Konfliktherde seien, sagte Rasmussen. Die Mission in Afghanistan zeige, dass die NATO diese neue Realität verstanden haben.


Rasmussen sagte, er verstehe die Fragen in der Bevölkerung, ob der Preis an Leben und Geld für den Afghanistan-Einsatz nicht zu hoch sei. «Ja, wir alle haben einen hohen Preis für unsere Sicherheit zu zahlen», meinte er. «Aber es gibt keine Alternative.»


Auf den Informationsskandal nach dem von der Bundeswehr befohlenen Luftangriff auf zwei entführte Tanklastzüge in Afghanistan ging Rasmussen nicht ein.  (© AP)



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