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Bund auch ohne Sonderbelastungen mit hohem Defizit

veröffentlicht am 26.11.2009


Der Kernhaushalt des Bundes hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres wegen steigender Ausgaben bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen ein hohes Finanzierungsdefizit hinnehmen müssen. Das Defizit lag mit 33,3 Mrd EUR um 8,8 Mrd EUR höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

 

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Wiesbaden - Der Kernhaushalt des Bundes hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres wegen steigender Ausgaben bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen ein hohes Finanzierungsdefizit hinnehmen müssen. Das Defizit lag mit 33,3 Mrd EUR um 8,8 Mrd EUR höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.


Die Statistikbehörde hob hervor, dass sich die mit der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise einhergehenden Belastungen des Bundes überwiegend in dessen Extrahaushalten (Finanzmarktstabilisierungsfonds sowie Investitions- und Tilgungsfonds) niederschlagen, deren Daten erst gegen Ende des Jahres vorliegen.


Die Ausgaben im Kernhaushalt des Bundes stiegen in den ersten drei Quartalen um 2,3% auf 239,0 Mrd EUR. Die Einnahmen sanken hauptsächlich wegen der rückläufigen Einnahmen aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer um 1,7% auf 205,6 Mrd EUR.


Die Kernhaushalte der Länder wiesen in den ersten drei Quartalen ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 21,6 Mrd EUR auf, im selben Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Finanzierungsüberschuss von 4,3 Mrd EUR gegeben. Die Ausgaben der Länder stiegen um 6,4% auf 211,8 Mrd EUR, was der Statistikbehörde zufolge maßgeblich auf die Kapitalzuführungen des Freistaates Bayern an die Bayerische Landesbank zurückgeht.


Der Rückgang der Einnahmen der Länder um 6,5% auf 190,1 Mrd EUR resultierte überwiegend aus den deutlich niedrigeren Einnahmen bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer. Daten über die öffentlichen Haushalte insgesamt einschließlich der Extrahaushalte werden Ende 2009 veröffentlicht.  (© Dow Jones)



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