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Skandal-Gouverneur in South Carolina droht Amtsenthebung

veröffentlicht am 25.11.2009


Der Skandal um seinen Ehebruch und sein mehrtägiges Verschwinden könnte den Gouverneur von South Carolina sein Amt kosten. Der Justizausschuss des US-Staates begann am Dienstag mit Beratungen über eine mögliche Amtsenthebung von Mark Sanford, der bis zu seinem tränenreichen Eingeständnis im Sommer eine aussichtsreiche Karriere vor sich hatte. Dass er fünf Tage lang nicht auffindbar war, komme möglicherweise einem ernsthaften Fehlverhalten gleich, das eine Amtsenthebung rechtfertige, erklärten die sieben Ausschussmitglieder.

 

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Columbia - Der Skandal um seinen Ehebruch und sein mehrtägiges Verschwinden könnte den Gouverneur von South Carolina sein Amt kosten. Der Justizausschuss des US-Staates begann am Dienstag mit Beratungen über eine mögliche Amtsenthebung von Mark Sanford, der bis zu seinem tränenreichen Eingeständnis im Sommer eine aussichtsreiche Karriere vor sich hatte. Dass er fünf Tage lang nicht auffindbar war, komme möglicherweise einem ernsthaften Fehlverhalten gleich, das eine Amtsenthebung rechtfertige, erklärten die sieben Ausschussmitglieder.


«Er hat seinen Posten verlassen, er hat seinen Staat verlassen. Er hat sein Land verlassen, ohne jemand Zuständigem Bescheid zu sagen», sagte der republikanische Abgeordnete Greg Delleney, ein Parteikollege Sanfords. Der Gouverneur habe «als Oberbefehlshaber unentschuldigt die Truppe verlassen». Forderungen nach einem Rücktritt aus den eigenen Reihen hat Sanford bislang entschieden zurückgewiesen.


Seine zweite Amtszeit endet regulär im Januar 2011. Vor dem Skandal galt der vierfache Vater als aussichtsreicher Bewerber der Republikaner für die Präsidentschaftswahl 2012.


Sein Anwalt erklärte, Sanfords Verschwinden im Juni - der 36-Jährige hatte sich mit seiner Geliebten getroffen - sei längst kein Grund für eine Amtsenthebung. Nicht umsonst seien die Voraussetzungen dafür hoch, sagte Ross Garber. Der Justizausschuss wird sich mindestens drei Mal beraten und dann entscheiden, ob das Thema an das Abgeordnetenhaus von South Carolina weiterverwiesen wird.


Delleney erklärte, der Gouverneur habe sich keines Verbrechen schuldig gemacht. Auch «gravierendes Fehlverhalten» rechtfertige aber eine Amtsenthebung. Dies sei eine politische, nicht eine juristische Angelegenheit, betonte der Abgeordnete.


Nach Angaben der Ethikkommission hat Sanford sein Amt in 37 Fällen für private Vorteile ausgenutzt. Damit will sich der Justizausschuss bei seinen künftigen Treffen befassen, zunächst geht es nur um das fünftägige Verschwinden des Gouverneurs.


Der 36-Jährige selbst sagte am Dienstag, er habe seine Affäre nicht geheim halten wollen. «Ja, ich habe moralisch versagt», erklärte er vor Journalisten. «Ich weiß nicht, wie oft man sich dafür entschuldigt.»


Der Antrag auf ein Amtsenthebungsverfahren wird von vier Republikanern und einem Abgeordneten der Demokraten unterstützt. Sanfords Verhalten habe dem Amt des Gouverneurs von South Carolina Schimpf und Schande gebracht, heißt es darin. Bislang gab es in den USA Amtsenthebungsverfahren gegen acht Gouverneure, die letzten beiden sahen sich einer strafrechtlichen Anklage gegenüber.  (© AP)



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