Tierschutzbund fordert Kennzeichnungspflicht für Echtfelle
veröffentlicht am 23.11.2009

Der Deutsche Tierschutzbund hat an die Verbraucher appelliert, zum Weihnachtsfest keinen Pelz zu verschenken. «Jeder der sich mit Pelz kleidet, hat Blut an den Händen, egal ob Mann oder Frau. Und wer damit handelt, macht sich ebenso mitschuldig am millionenfachen Leid der Tiere», erklärte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, am Montag in Bonn.
Bonn - Der Deutsche Tierschutzbund hat an die Verbraucher appelliert, zum Weihnachtsfest keinen Pelz zu verschenken. «Jeder der sich mit Pelz kleidet, hat Blut an den Händen, egal ob Mann oder Frau. Und wer damit handelt, macht sich ebenso mitschuldig am millionenfachen Leid der Tiere», erklärte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, am Montag in Bonn. Das gelte für den klassischen Mantel, aber auch für Applikationen, Schuhe, Handschuhe oder Taschen aus Pelz.
Der Verband fordert eine Kennzeichnungspflicht für Echtfelle, damit der Verbraucher diese erkennen kann, und auch, welches Tier samt Herkunft dahinter steckt. Die Haltungsbedingungen in der Pelzgewinnung seien katastrophal, betonte der Tierschützer.
Recherchen des Deutschen Tierschutzbundes und der ihm angeschlossenen Tierschutzvereine hätten ergeben, dass es deutschlandweit noch immer an die 30 Pelztierfarmen gebe, erklärte Apel. Dort würden unter anderem rund 330.000 Nerze in winzigen Drahtkäfigen gehalten. Aber auch Füchse, Chinchillas und Sumpfbiber müssten in Käfigen dahinvegetieren.
Allein in der EU werden laut Tierschutzbund jährlich 25 Millionen Tiere zur Herstellung von Pelzwaren getötet. Für einen Pelzmantel sterben demnach 40 bis 60 Nerze, 10 bis 20 Füchse oder Biber, 30 bis 50 Waschbären, sechs bis zehn Robben, 110 Eichhörnchen oder 130 bis 200 Chinchillas. (© AP)




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