Jetzt drohen auch noch Lieferengpässe im Aufschwung
veröffentlicht am 23.11.2009

Die in der Krise stark reduzierten Lagerbestände werden bei vielen Unternehmen zum Problem: Wenn die Nachfrage wieder anzieht, wächst die Gefahr von Lieferengpässen. "Wenn jetzt ein schneller Aufschwung käme, könnte das eine oder andere Unternehmen ein Problem bekommen", sagte Christian Heiss, Partner der Beratungsfirma Oliver Wyman dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).
Düsseldorf - Die in der Krise stark reduzierten Lagerbestände werden bei vielen Unternehmen zum Problem: Wenn die Nachfrage wieder anzieht, wächst die Gefahr von Lieferengpässen. "Wenn jetzt ein schneller Aufschwung käme, könnte das eine oder andere Unternehmen ein Problem bekommen", sagte Christian Heiss, Partner der Beratungsfirma Oliver Wyman dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).
Erste Anzeichen für eine Geschäftsbelebung gebe es ausgerechnet in der Automobilindustrie, die einen dramatischen Einbruch hinter sich hat. So habe der Chiphersteller und Automobilzulieferer Infineon die Kurzarbeit aufgehoben, komme aber trotzdem kaum nach mit der Lieferung. "Manche Teile werden weltweit regelrecht gejagt", sagte Infineon-Chef Peter Bauer dem Handelsblatt.
Nach Ansicht der Marktforscher von i-Suppli sind Lieferzeiten und Preise für nahezu alle elektronischen Bauteile im Automobilsektor im dritten Quartal gestiegen. Der Grund: Die Läger sind leer, aber die Zulieferer scheuen sich, in Maschinen und Personal zu investieren. "Kein Autobauer will mehr produzieren, als er verkauft - wir auch nicht", sagt ein Sprecher des Autozulieferers ZF. Lieferschwierigkeiten sehe er aber trotz Anzeichen der Erholung noch nicht. (© Dow Jones)




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