SoFFin soll Garantien von der HSH Nordbank zurückerhalten
veröffentlicht am 23.11.2009

Die angeschlagene HSH Nordbank will laut ihrem Chef Dirk Jens Nonnenmacher nicht genutzte Garantien des staatlichen Rettungsfonds SoFFin über 13 Milliarden Euro zurückgeben. «Der Vertrag mit dem SoFFin wird Ende des Jahres ablaufen, und wir werden ihn nicht erneuern», sagte Nonnenmacher dem «Handelsblatt». Der SoFFin hatte der Bank ein Garantievolumen von 30 Milliarden Euro eingeräumt.
Hamburg - Die angeschlagene HSH Nordbank will laut ihrem Chef Dirk Jens Nonnenmacher nicht genutzte Garantien des staatlichen Rettungsfonds SoFFin über 13 Milliarden Euro zurückgeben. «Der Vertrag mit dem SoFFin wird Ende des Jahres ablaufen, und wir werden ihn nicht erneuern», sagte Nonnenmacher dem «Handelsblatt». Der SoFFin hatte der Bank ein Garantievolumen von 30 Milliarden Euro eingeräumt. Davon habe die Bank bislang 17 Milliarden Euro in Anspruch genommen, hieß es.
Dem Bericht zufolge basiert die Rückgabe der Garantien auf einer besseren Liquditätsausstattung der Bank: «Die Refinanzierung hat sich in den vergangenen Monaten deutlich stabilisiert. Wir konnten unsere Liquiditätskosten in diesem Jahr drastisch reduzieren», wurde Nonnenmacher zitiert. Derzeit könne man sich über den Markt preiswerter refinanzieren als über den SoFFin.
Die im Mai erfolgte Herabstufung der Bonität um zwei Stufen auf BBB+ durch die Ratingagentur Standard & Poor`s habe weitaus geringere Auswirkungen gehabt als befürchtet. «Unsere Investoren wissen, dass die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg zur Bank stehen», sagte Nonnenmacher.
Laut «Handelsblatt» erwartet die Bank in diesem Jahr einen Verlust von 1 Milliarde Euro, 2010 soll der Verlust bei 700 Millionen Euro liegen, jeweils vor den Aufwendungen für die Bilanzgarantie in Höhe von zehn Milliarden Euro. 2011 rechnet Nonnenmacher mit einem dreistelligen Millionengewinn.
Das Minus für 2008 hatte 2,8 Milliarden Euro betragen. Die Bank musste daraufhin von Hamburg und Schleswig-Holstein mit einer Kapitalspritze und Milliardenbürgschaften vor dem Untergang bewahrt werden. Ursache der gigantischen Verluste waren faule Wertpapiere. Die HSH Nordbank gehört zu rund 85,5 Prozent den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein, zu 5,3 Prozent den Sparkassen in Schleswig-Holstein und zu 9,2 Prozent Finanzinvestoren um den US-Anleger J.C. Flowers. (© AP)




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