Mehrere Interessenten für deutsches Höchstspannungsstromnetz von Vattenfall
veröffentlicht am 22.11.2009

© e.on AG
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall AB verhandelt noch mit mehreren Interessenten über den Verkauf seines deutschen Höchstspannungsstromnetzes. "Das sind recht schwierige Verhandlungen und wir reden jeden Tag darüber", sagte Vattenfall-CEO Lars G. Josefsson am Freitag in einem Interview mit dem Newsletter "Dow Jones Energy Daily".
Brüssel - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall AB verhandelt noch mit mehreren Interessenten über den Verkauf seines deutschen Höchstspannungsstromnetzes. "Das sind recht schwierige Verhandlungen und wir reden jeden Tag darüber", sagte Vattenfall-CEO Lars G. Josefsson am Freitag in einem Interview mit dem Newsletter "Dow Jones Energy Daily". "Wir sprechen mit mehr als nur einer Partei", fügte er hinzu. Es gebe zudem noch kein Datum für den Abschluss eines Vertrags über den Verkauf des deutschen Übertragungsnetzes.
Vattenfall hatte den Verkauf seines Netzes schon länger angekündigt. Zuletzt hatte es mehrfach geheißen, der Konzern sei sich mit einem Konsortium aus Finanzinvestoren bereits einig. Laut Verhandlungskreisen sollte sich ein Verbund aus Goldman Sachs sowie Töchtern der Allianz und der Deutschen Bank (RREEF) bereits als Käufer für das deutsche Stromübertragungsnetz von Vattenfall Europe durchgesetzt haben.
Josefsson sagte weiter, der Verkauf des deutschen Höchstspannungsnetzes von E.ON an den niederländischen Netzbetreiber Tennet sei "höchst interessant". Dieses erste grenzüberschreitende Geschäft könne ein Beispiel geben. "Vielleicht sollten wir weniger nach einer Deutschen Netz AG als nach einer Europäischen Netz AG streben", erklärte Josefsson.
Der Geschäftsführer der Deutschen Energieagentur, Stephan Kohler, hatte nach dem Verkauf des E.ON-Netzes gefordert, dass Tennet und die Interessenten für das Vattenfall-Netz eine "Keimzelle für eine bundesweite Verbund AG" bilden sollen. Zusammen verfügen die beiden bereits über die Hälfte des deutschen Höchstspannungsnetzes", sagte Kohler damals. (© Dow Jones)




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