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29. Mai 2009

Interpol-Chef dringt auf Kooperation bei Piratenbekämpfung



Rom - Interpol hat an die in der Piratenbekämpfung engagierten Staaten appelliert, bei den Ermittlungen zusammenzuarbeiten und gewonnene Erkenntnisse zu teilen. Interpol-Chef Ronald Noble sagte am Freitag auf einem G-8-Treffen der Innen- und Justizminister in Rom, die Piraterie am Horn von Afrika könne mit militärischen Mitteln allein nicht besiegt werden.

Piraterie müsse wie das internationale organisierte Verbrechen bekämpft werden, sagte Noble zu Beginn der zweitägigen Beratungen der Fachminister der acht wichtigsten Industriestaaten. Er schlug die Bildung einer staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsgruppe vor, die von den 187 Interpol-Mitgliedern unterstützt werden sollte. Von großer Bedeutung sei der Austausch von Erkenntnissen und der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank über mutmaßliche Piraten. «Wir müssen Datenbanken schaffen mit Informationen über uns bekannte involvierte Personen, um ein genaueres Bild über weitere Verdächtige und ihre Vorgehensweise zu bekommen», sagte Noble.

Unter anderem müsse die «Geldspur» aus den Lösegeldzahlungen an die Piraten in internationaler Kooperation verfolgt werden. Piraten haben vor der somalischen Küste in diesem Jahr mindestens 81 Schiffe angegriffen und 29 entführt - trotz verstärkter Patrouillen internationaler Marineeinheiten.


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